Pkw-Schließsysteme Kiekert von Automobilzulieferer Hebei Lingyun übernommen

Der Heiligenhauser Automobilzulieferer Kiekert wurde erfolgreich an den chinesischen Automobilzulieferer Lingyun verkauft. Die Formalisierung der Verträge und die Prüfung durch die Kartellbehörden steht in den kommenden Monaten an.

Durch die Übernahme des Heiligenhauser Herstellers entsteht ein Zulieferunternehmen mit über einer Milliarde Euro Umsatz und mit massivem globalen Wachstumspotential. Der Vorstand der Kiekert AG ist sich einig, dass Lingyun der richtige Investor ist und dass Kiekert seine Zukunft im Verbund der Lingyun-Gruppe erfolgreich gestalten wird. Kiekert wird das Geschäft mit Schließsystemen im asiatischen Raum deutlich ausbauen und plant zugleich, auch Lingyuns Stamm-Produkte nach Europa und in den NAFTA-Raum zu globalisieren.

Der Automobilzulieferer ist nach einem Debt-to-Equity-Swap in 2006 heute im Besitz eines Eigentümer-Konsortiums, im Wesentlichen bestehend aus den Finanzinvestoren BlueBay Asset Management und Silver Point Capital sowie dem amerikanischen Investor Morgan Stanley. Kiekert wurde in den darauffolgenden Jahren konsequent restrukturiert. Das Unternehmen ist für den Verkauf an einen strategischen Investor aus dem Automobilsektor bestens vorbereitet. Werksseitig führten die Straffung des globalen Produktions-Footprints bei gleichzeitiger Flexibilisierung und der Ausbau in Asien zu nachhaltigen Ergebnisbeiträgen. Darüber hinaus ließ sich eine stringente Produktfokussierung mit erheblichen Investitionen in die Entwicklung auch in den Krisenjahren 2009/2010 ein deutliches Auftragsplus erzielen. Die Kiekert Gruppe verkaufte 2011 über 41 Mio. Schließsysteme und damit das größte Produktionsvolumen in der Unternehmensgeschichte.