Mehr Crashsicherheit bei weniger Gewicht Kaltumgeformte Karosserieteile bei Mazda

Die neue Skyactiv-Vehicle Architektur von Mazda besteht auch aus kaltumgeformten Karosserieteilen mit einer Zugfestigkeit von 1.310 MPa.
Die neue Skyactiv-Vehicle Architektur von Mazda besteht auch aus kaltumgeformten Karosserieteilen mit einer Zugfestigkeit von 1.310 MPa.

Durch eine Kooperation mit Nippon Steel & Sumitomo Metal Corporation und JFE Steel Corporation ist es Mazda gelungen, hochfeste Stähle mit einer Zugfestigkeit von 1.310 MPa kaltumzuformen. Die Karosserieteile kommen im neuen Mazda3 mit Skyactiv-Vehicle Architektur zum Einsatz.

Bereits seit 2013 kooperiert Mazda mit der Nippon Steel & Sumitomo Metal Corporation und der JFE Steel Corporation. Beide Unternehmen haben viel Erfahrung auf den Gebieten der Materialentwicklung und Stahlfertigung.

Bislang war das Kaltpressen von Teilen für innere Ringstrukturen ausschließlich mit Stahl der Klasse 1.180 MPa oder niedriger möglich. Eine steigende Festigkeit des Stahls erschwert die Fertigung durch Kaltumformung. So müssen beispielsweise ultrahochfeste Stähle der Klasse 1.800 MPa warmumgeformt werden, da es bei einer Kaltumformung zu Rissen oder Ungenauigkeiten im Material kommt.

Mazda setzt nun kaltumgeformten Stahl der Klasse 1.310 MPa für die A-Säule, Scharniersäulenverstärkung, Dachholme sowie andere Karosserie-Segmente des neuen Mazda3 ein. Das Ziel ist es, die Segmente zu verstärken, die bei einer Kollision am meisten beansprucht werden und die für eine intakte Fahrgastzelle verantwortlich sind. Gegenüber dem Vorgängermodell konnte das Gewicht in den genannnten Bereichen um 3 kg reduziert werden.

Im neuen Mazda3 steigt insgesamt der Anteil an hochfesten Stählen auf 60 Prozent und an ultrahochfesten Stählen auf 30 Prozent.