Grafik-Controller Integriertes APIX2-Interface

Fujitsu Semiconductor Europe erweitert seine Grafik-Controller-Familie um die integrierte Single-Chip-Grafik-Lösung MB88F334 Indigo2. Diese ist für Automotive-Applikationen, wie Kombiinstrumente, zentrale Anzeige- und Entertainmentsysteme sowie Head-up-Displays ausgelegt.

Zentrale Komponente des MB88F334 Indigo2 ist das serielle APIX2-Interface von Inova Semiconductors, das Bild- und Steuerdaten über eine Bandbreite von 3 Gb/s zwischen Steuereinheit und Display überträgt. Der Standard für die Übertragung von Bild- und Peripheriedaten entspricht den Anforderungen in Hinsicht auf hohe Leistung und niedrige Implementierungskosten. Weitere Zusatzfunktionen ermöglichen eine HDCP-verschlüsselte Übertragung der Videodaten zum Schutze des Urheberrechts sowie die Ethernet-Kommunikation über APIX.

Peripheriefunktionen, wie Schrittmotorsteuerung, Pulsweiten-Modulatoren, ADCs, I2C, UARTs und Sound-Generator sind im MB88F334 Indigo2 integriert, so dass sich alle Peripheriefunktionen in einem Display-Subsystem realisieren lassen. Typische Anwendungen für diese Interfaces umfassen Dashboard-Anzeigeinstrumente, Steuerung der Hintergrundbeleuchtung, LEDs, Sensoren und On-Board-Kommunikation.

Weil der Controller ohne externen Speicher auskommt, trägt sein Einsatz zur Optimierung der Materialkosten für zentrale Informationsdisplays und andere Display-basierte Systeme bei. Die Grafikverarbeitung beruht auf einem Line-Buffer-Prinzip, das interne und externe Frame-Buffer-Speicher überflüssig macht. Außerdem lässt sich der integrierte Flash-Speicher zur Speicherung von Icons ohne zusätzliche externe Komponenten verwendet werden. Des Weiteren gibt es eine direkte Display-Verbindung über LVDS, RSDS oder TTL, 5V-Automotive-Interfaces und ein analoges Front-end für den APIX2-Link.

Die eingebaute Pixel-Engine des Bausteins unterstützt unterschiedliche Farbtiefen mit 1/2/4/8bpp (indirekt) oder 16/24bpp Auflösung und kann mit dem APIX-Videostrom RLE-dekodierte Hintergrundgrafiken überlagern. Die Pixel-Engine wird über Befehlslisten gesteuert, so dass sich vorgefertigte Steuer-Sequenzen automatisch triggern lassen.

Der Baustein ist in einem QFP-Gehäuse untergebracht und für einen Temperaturbereich von -40 bis +105°C ausgelegt. Muster des MB88F334 ‘Indigo2’ soll es nach Herstelleraussagen ab Ende 2012 verfügbar sein. Im gleichen Zeitraum werden auch ein spezielles Evaluierungs-Board, Software-Treiber und Beispielprogramme erhältlich sein.