Elektro-smart Inklusive iPhone-App nach Nordamerika

Die zweite Generation des smart fortwo electric drive.

Nach der Einführung in europäischen Großstädten rollt der neue smart fortwo electric drive ab diesem Herbst auch über die Straßen amerikanischer und kanadischer Metropolen. Zudem hat smart eine eigene drive app für das iPhone mit Zusatzfunktionen für die Elektroversion entwickelt.

Nachdem die ersten Exemplare der zweiten Generation des smart fortwo electric drive Ende 2009 in Berlin an Kunden übergeben wurden, folgen nun weitere Großstädte in Europa, Nordamerika und Asien. Ab dem Jahr 2012 soll er dann für jeden Interessenten in nahezu 40 smart-Märkten verfügbar sein.

Der elektrisch angetriebene Smart läuft bereits seit November 2009 vom Band. Das Modell der der zweiten Generation ist mit einer effizienten Lithium-Ionen-Batterie ausgerüstet, die Platz sparend zwischen den Achsen untergebracht ist, sodass das Raumangebot des Zweisitzers vollständig erhalten bleibt. Im Heck arbeitet ein 30‑kW-Permanentmagnetmotor (Die Standardleistung beträgt 20 kW, die Peak-Leistung für etwa 2 Minuten 30 kW, welche sich per Kickdown abrufen lässt) mit einem Drehmoment von 120 Nm. Dadurch schafft der Elektro-smart den Spurt von Null auf 60 km/h in 6,5 Sekunden, seine Höchstgeschwindigkeit ist bewusst und stadtgerecht auf 100 km/h begrenzt. Aufgrund der Leistungscharakteristik des Elektromotors kommt er mit einer einzigen festen Getriebeübersetzung aus, wodurch Schalten überflüssig ist – ein Vorteil im dichten Stadtverkehr. Zum Rückwärtsfahren ändert sich einfach die Drehrichtung des Motors. Die Elektrovariante lässt sich zudem an der Haushaltssteckdose aufladen, wobei eine komplette Batterieladung für eine Reichweite von rund 135 km (nach NEFZ) genügt.

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E-smart

Die zweite Generation des smart fortwo electric drive.

Die Kraft von 16,5 kWh elektrischer Energie liefert eine Lithium-Ionen-Batterie aus dem Hause Tesla Motors, die einen Kaltstart bis -25 °C ermöglicht und sich an einer entsprechend abgesicherten 220-V-Steckdose aufladen lässt. Dadurch muss der Elektro-smart im Stadtverkehr mit einer üblichen Durchschnittsgeschwindigkeit von 25 bis 30 km/h erst nach vier bis fünf Stunden ununterbrochener Fahrt wieder an die Steckdose. Eine Nacht am Stromnetz reicht in jedem Fall aus, um die Batterie wieder vollständig zu laden. Zudem sorgt eine spezielle Elektronik dafür, dass sich die Batterie wohl fühlt. Dieses Batterie-Management-System überwacht permanent Spannung, Strom und Temperatur. Erreicht einer dieser Parameter einen vorgegebenen Grenzwert – etwa bei lang anhaltender Bergauffahrt mit andauernd abgerufener Peak-Leistung (Kickdown) – reduziert die Elektronik kaum spürbardie Leistung, eine Überlastung ist damit aber ausgeschlossen. Ebenso überwacht die Elektronik den Ladevorgang und steuert die Kapazitätsanzeige. Die Leistungselektronik des Fahrzeugs versorgt über einen DC/DC-Wandler das Bordnetz mit elektrischem Strom aus der Batterie. Außerdem regelt sie beispielsweise auch Heizung und Klimaanlage, um die Batterie so wenig wie möglich damit zu belasten. Des Weiteren bietet der E-smart als erstes Auto die Möglichkeit zum Vorklimatisieren solange das Fahrzeug zu Hause noch aufgeladen wird – wie eine Art automobile Standkühlung.

Die nächsten Fahrzeuge der zweiten Generation des smart fortwo electric drive werden in Hamburg, Paris, Rom, Mailand und Pisa, London und den Midlands, außerdem in Madrid und Zürich sowie in Portugal, Dänemark, Tschechien, Österreich, Belgien und den Niederlanden noch im Verlauf des ersten Halbjahres 2010zum Einsatz kommen. Im Herbst 2010 startet der smart fortwo electric drive auch in Metropolen der USA und Kanada sowie 2011 in einzelnen asiatischen Ländern. Ab dem Jahr 2012 soll er entsprechend der heute schon lebhaften Nachfrage als normaler Bestandteil des smart-Angebots in großen Stückzahlen produziert und über das smart Händlernetz vermarktet werden. Diese dritte Generation soll mit einer neuen Lithium-Ionen-Batterie ausgerüstet sein, die Daimler zusammen mit Evonik aktuell zur Serienreife entwickelt. Die Unterschiede zwischen beiden Batterien liegen im Wesentlichen im konstruktiven Aufbau. Die Tesla-Batterie besteht aus vielen zylinderförmigen Zellen, die "hauseigene" Batterie wird aus wenigeren, dafür aber größeren Platteneinheiten zusammengesetzt. Dadurch werden vor allem eine höhere Energiedichte sowie eine längere Lebensdauer erreicht.