Melexis Hall-Effekt-Sensor für extreme Umgebungen

Melexis hat mit dem MLX92211 einen neuen Hall-Effekt-Sensor für Kfz-Anwendungen auf den Markt gebracht, der auch bei wechselnden oder extremen Umgebungsbedingungen zuverlässige Ergebnisse liefert.

Der MLX92211 ist der Nachfolger der USx88x-Serie und kann im Spannungsbereich von 2,7 bis 24 V betrieben werden. Mit einem Verschlussmagnet wird der geöffnete Ablass auf EIN bzw. AUS gestellt, wobei das südliche und nördliche Magnetfeld senkrecht zur Oberseite des Gehäuses angewendet wird. Dies ist typisch für Fälle mit rotierenden Anwendungen, bei denen in der Welle ein magnetisiertes Polrad eingesetzt wird.

Als Temperaturbereich für den Sensor gibt der Hersteller -40 bis +150 °C an. Der gesamte Magnetkern wurde neu entwickelt, wobei der Fokus auf das Offset-Unterdrückungssystem gelegt wurde, um bei gleichzeitiger Temperaturunempfindlichkeit schnellere und genauere Abläufe zu ermöglichen. Zusätzlich wurde ein negativer Temperaturkoeffizient von -1000 ppm/Grad Celsius implementiert, um das natürliche Verhalten des Magnets, das bei Temperaturanstieg schwächer wird, aufzufangen.

Das Ergebnis ist ein stabiler magnetischer Schaltpunkt von normalerweise ±3 mT bei 25 °C, während der Ausgang regelmäßig alle 6 µs aktualisiert wird.

Der MLX92211 ist gegen elektrostatische Entladungen von bis zu 4000 Volt (HBM) geschützt, ein interner Verpolungsschutz der Stromzuführung bietet dem Bauteil optimalen Schutz vor falschem Anschluss der Stromzuführung.

Bei zu niedriger Eingangsspannung schaltet der Sensor automatisch ab (Under-Voltage-Lockout), um Messfehler zu vermeiden.

Der MLX92211 wird in einem 3-Pin-TSOT-Gehäuse ausgeliefert, wobei der Die zur Gehäuseoberseite zeigt, wodurch das Sensorelement näher an der Gehäuseoberseite platziert werden kann um den effektiven Luftspalt zu minimieren. Die Lieferung in großen Stückzahlen ist bereits möglich, Muster sind auf Anfrage erhältlich.