GPS-System bremst Raser

Mit Hilfe der ISA-Technologie (Intelligent Speed Adaption) wollen Australien und Neuseeland die Zahl der Verkehrstoten reduzieren. Das Fahrerassistenzsystem zwingt dem Fahrzeug Geschwindigkeitsbegrenzungen auf.

In Probeläufen will die Australasiatische ISA-Initiative die Wirksamkeit des Systems untersuchen. Ähnliche Tests wurden auch schon in verschiedenen europäischen Staaten durchgeführt, etwa in Belgien, den Niederlanden, Schweden, Großbritannien und Frankreich.

Die von den Australiern favorisierte ISA-Technologie nutzt GPS-Geräte und eine Datenbank, in der die Geschwindigkeitsbegrenzungen der Straßen erfasst sind. Fährt ein Autofahrer zu schnell, drosselt das System automatisch die Leistung des Motors. Australien hofft, mit ISA die Zahl gefährlicher Unfälle um bis zu 20 Prozent verringern zu können.

Das Fahrerassistenzsystem erlaubt drei abgestufte Einstellungen. In der ersten Stufe wird der Fahrer mittels eines Pieptons gemahnt, langsamer zu fahren, falls er die Geschwindigkeitsgrenze überschreitet. Bei Stufe zwei drosselt das System die Leistung des Motors. Der Fahrer kann hier das System aber abschalten oder neu einstellen. Ist die letzte Stufe gewählt, die vor allem für Autos notorischer Raser vorgesehen ist, kann der Fahrer das System weder ausschalten noch anders einstellen.

Mit der Technologie sollen sich einer anderen Studie zufolge nicht nur die Spitzen- und Durchschnittsgeschwindigkeiten senken lassen, sondern auch Benzinverbrauch und Schadstoffausstoß. Das System kostet zwischen 420 und 1.200 Euro.