Europäischer Automarkt wächst Gewinner ist der Benzinmotor

Flaggen der Mitgliedsstaaten der EU und die EU-Flagge.
Flaggen der Mitgliedsstaaten der EU und die EU-Flagge.

Der europäische Automarkt ist im Februar deutlich gewachsen. Die Zahl der Neuzulassungen in den EU-Ländern sei im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Prozent auf 1,125 Millionen Fahrzeuge gestiegen, teilte der Branchenverband Acea am Donnerstag in Brüssel mit.

Das ist der beste Februar-Wert seit zehn Jahren. Im Januar hatten sich die Absatzzahlen nach einem Rückgang im Vormonat bereits um 7,1 Prozent erhöht. In den ersten zwei Monaten des Jahres ergibt sich so ein Wachstum von 5,8 Prozent.

Allerdings sanken nach einer Analyse der Beratungsgesellschaft EY die Neuzulassungen von Diesel-Pkw kräftig – im Schnitt der fünf größten Automärkte um 12 Prozent. »Der Diesel-Anteil am Neuwagenmarkt schrumpfte in diesen fünf Märkten um 7,8 Prozentpunkte auf 40,8 Prozent«, heißt es in der EY-Untersuchung. Besonders heftig sind die Bremsspuren im Dieselmarkt in Großbritannien und Deutschland. »Einzig in Italien blieben die Neuwagenkäufer dem Diesel weiter treu – dort steigt der Dieselmarktanteil sogar.«

Zudem profitierten alternative Antriebe nicht von der Dieselschwäche. »Das Absatzwachstum von Neuwagen mit Elektro- oder Hybridantrieb ging in den fünf größten EU-Märkten von 42 Prozent im Januar auf 31 Prozent im Februar zurück. Der Marktanteil lag bei gerade einmal 4,7 Prozent«, schreibt EY. »Also bleibt der Benzin-Motor der große Gewinner der Dieselkrise.«

Dem Verband zufolge entwickelten sich im Februar fast alle wichtigen Automärkte in der Europäischen Union positiv. Besonders starke Zuwächse erzielten Spanien mit 13,0 Prozent, Deutschland mit 7,4 Prozent und Frankreich mit 4,3 Prozent. In Großbritannien sanken die Zulassungen hingegen um 2,8 Prozent und damit den elften Monat in Folge. In Italien betrug der Rückgang 1,4 Prozent.

Bis auf BMW legten die deutschen Autobauer im Februar zu. Dabei setzte Volkswagen 9,4 Prozent und Daimler 3,6 Prozent mehr Fahrzeuge ab als ein Jahr zuvor. BMW verzeichnete hingegen einen Rückgang um 0,9 Prozent.