Feldversuch Freudenberg richtet Elektrotankstelle ein

Dr. Ulf Kürschner (l.) und Dr. Martin Stark von Freudenberg bei der Eröffnung der Ladestation im Industriepark Weinheim.

Die Unternehmensgruppe Freudenberg hat im Industriepark Weinheim eine Stromtankstelle mit der Bezeichnung E-load in Betrieb genommen. Damit will man nicht nur Erfahrungen auf diesem Gebiet sammeln, langfristig könnte auch der Firmenfuhrpark auf Elektrofahrzeuge umgestellt werden.

"Wir liefern Separatoren, Dichtungen, Filtersysteme sowie flexible Leiterplatten für Lithium-Ionen-Batterien. Mit E-load werden wir nun Versorgungskonzepte für Elektrofahrzeuge in der Praxis testen und die nächsten Impulse setzen", erklärt Dr. Martin Stark, Mitglied der Unternehmensleitung.

Bei diesem Feldversuch soll der tägliche Einsatz von Ladesäulen und Elektrofahrzeugen untersucht werden. Unterstützt wird Freudenberg dabei vom Fraunhofer Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit (LBF) in Darmstadt, das dem Unternehmen Elektrofahrzeuge zur Verfügung stellt.

Der Strom für E-load stammt von einem ebenfalls im Industriepark Weinheim von der Freudenberg Service KG betriebenen Kraftwerk, das auf Basis der Kraft-Wärme-Kopplung Strom mit einem Wirkungsgrad von bis zu 85 Prozent liefert.

Die Fahrzeuge der Freudenberg Service KG, heute mit Benzin- und Dieselmotoren ausgestattet, sind im Industriepark überwiegend auf kurzen Strecken unterwegs – eine ideale Voraussetzung für Elektrofahrzeuge. "Je nach Verlauf unseres Feldversuches ist es also denkbar, dass wir zum Ersatz anstehende Fahrzeuge durch Elektrofahrzeuge ersetzen werden", so Dr. Ulf Kürschner, Mitglied der Geschäftsleitung der Freudenberg Service KG. Weitere Ladestationen an anderen Freudenberg Standorten sind nicht ausgeschlossen.