Elektromobilität Fraunhofer zeigt sicheres Batteriegehäuse

Die Integration der Batterie ist bei der Entwicklung eines Elektrofahrzeugs eine große Herausforderung. Geringer Bauraum, Leichtbau und Sicherheit sind dabei die bestimmenden Themen.

Das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF hat im Rahmen der Fraunhofer Systemforschung Elektromobilität (FSEM) ein entsprechendes Batteriegehäuse entwickelt. Es ist kompakt mit einem als Aluminiumschweißkonstruktion ausgeführten Rahmen. Strukturfaserverstärkte Kunststoffplatten in Sandwich-Bauweise wirken als Schubfelder und dienen gleichzeitig als Schutzbeplankung vor eindringenden Teilen. Die Darmstädter Forscher haben die Konstruktion mit Hilfe von Mehrkörper-Simulationen und Finite-Elemente-Rechnungen auf die Lastfälle im Betrieb und infolge eines Zusammenstoßes ausgelegt. Dabei zeigte sich, dass sich mit geeigneten Materialverbünden, wie z.B. einem Eindringschutz aus Aramid-Faserverstärkung oder Metallgittern, ein hoher Schutz für die Batterie bei geringen Wandstärken erreichen lässt.

Das Batteriegehäuse ist eine Leichtbaulösung mit einem hohen Grad an Funktionsintegration. Das Temperiermittel für die einzelnen Batteriezellen wird durch die tragende Struktur zu den einzelnen Batteriemodulen geleitet, was zu einer optimalen Ausnutzung des Bauraums führt.