Intelligente Verkehrssysteme Forschungsprojekt eCoMove soll Energieeffizienz steigern

Mit dem Ziel durch intelligente Verkehrsführung und Logistik Kraftstoff zu sparen und so die Umwelt zu schonen, hat die EU das Forschungsprojekt eCoMove ins Leben gerufen. 32 Partner testen in den nächsten zwei Jahren Systeme und Dienstleistungen auf ihre Energieeffizienz.

In sechs Teilprojekten untersucht das Projektkonsortium verschiedene kooperative Systeme, basierend auf der Car-to-X-Kommunikation, die helfen sollen, eine ökologisch optimale Fahrt-Route zu finden.

"Die Europäische Kommission hat eCoMove in Auftrag gegeben, um eine integrierte Lösung zu erarbeiten. Deren Ziel ist es, die Energieeffizienz im Straßenverkehr zu steigern", erklärt Michael Ortgiese, Vice President ITS Technology bei der PTV AG, die an drei Teilprojekten mitwirkt. Eine der wichtigsten Aufgaben wird es sein geeignete Basistechnologien zu entwickeln und beispielsweise die Kommunikationsprotokolle zu standardisieren. "Derzeit gehen die Akteure innerhalb der EU sehr heterogen an das Thema Car-to-X-Kommunikation heran", so Ortgiese.

In einem weiteren Teilprojekt arbeiten die Beteiligten an Anwendungen für ein kooperatives, umweltfreundliches Verkehrs-Management. Dazu gehört die Erstellung einer digitalen Karte, die Emissionen aufzeigt. Um Angaben über den Schadstoffausstoß machen zu können, werden historische und aktuelle Daten herangezogen. Software-Produkte der PTV zur Verkehrsmodellierung und -prognose bilden bei dem Teilprojekt die Grundlage für die Verfahrensansätze.

In einem weiteren Teilprojekt mit dem Namen ecoFreight & Logistics geht es darum, Logistik durch ein integriertes Maßnahmenpaket aus Transportplanung, Durchführung und Nachbewertung umweltfreundlicher zu gestalten. Auch hier ist PTV aktiv und entwickelt ein Werkzeug, das Touren so plant, dass deren CO2-Fußabdruck minimal ist. Um dieses Ergebnis zu erzielen, bezieht die Lösung Verkehrsdaten und Prognosen ein.

Das Projekt eCoMove läuft seit April 2010 und ist bis März 2013 angesetzt. Es ist Teil des 7. Rahmenprogramms der Europäischen Kommission. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 22,5 Mio. Euro.