Formula Student mit 18 Elektro-Rennwagen

Ein Formula-Student-Rennwagen bei der technischen Abnahme.

Mit der Formula Student Electric (FSE) gehen erstmals in der Geschichte dieses studentischen Wettbewerbs 18 Mannschaften aus aller Welt mit ihren Elektro-Rennwagen an den Start.

Hochschulteams aus der ganzen Welt kommen zur Formula Student Germany (FSG), die vom 4. bis 8. August 2010 am Hockenheimring stattfindet. In diesem Jahr messen sich die Studierenden erstmals nicht nur mit klassischen Verbrennungsmotoren, sondern treten auch erstmals mit Elektrofahrzeugen gegeneinander an. Bei der weltweit ersten FSE müssen sie einen konkurrenzfähigen Rennwagen konstruieren, der mit einem reinem Elektromotor mit Energiespeicher als Antrieb ausgestattet ist. Insgesamt stehen bei der FSE 18 Startplätze zur Verfügung.

Ursprünglich waren nur zwölf Startplätze angedacht, doch aufgrund des großen Interesses haben die Organisatoren diese Zahl erhöht. »Vom Interesse und Engagement der Studierenden sind wir überwältigt«, erklärt Tim Hannig, Chairman der Formula Student Germany (FSG) und Vorsitzender des FSG e.V. . »Gerade vor dem Hintergrund steigender Benzinpreise ist der Wettbewerb ein zukunftsweisendes Projekt. Denn die Nachwuchsingenieure von heute sind die Innovatoren von morgen, um Mobilität nachhaltiger zu gestalten.«

Aus Deutschland sind elf Mannschaften der Universitäten RWTH Aachen, TU Berlin, FH Zwickau, FH München, Universität Stuttgart, KIT Karlsruhe, DHBW Mosbach, FH Köln, FH Deggendorf, FH Diepholz und FH Wilhelmshafen bereits fest angemeldet. Dazu gesellen sich sieben Mannschaften aus dem Ausland, nämlich der Universität Hatfield (GB), der TU Delft und der TU Eindhoven (NL), der TU Bratislava (SK), der TU Graz (AT) und der ETH Zürich (CH). »Mit den beiden Wettbewerben möchten wir dem Ingenieurnachwuchs die Chance geben, bereits während des Studiums wertvolle professionelle Erfahrungen für das spätere Berufsleben zu sammeln«, ergänzt Dr. Ludwig Vollrath vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI), der den Wettbewerb ausrichtet.

Ein Ziel des Wettbewerbs ist es, den studentischen Nachwuchs aktiv zu fördern, um langfristig dem Ingenieurmangel zu begegnen. Die Anforderungen an die Studenten sind hoch: In Eigenregie müssen sie einen Rennwagen planen und bauen, wobei sie praktische Erfahrungen sammeln und ihr Rüstzeug für den Berufseinstieg optimieren können. Dieses Konzept überzeugt nicht nur die Studenten, sondern auch die Industrie. Mittlerweile sponsern Audi, BMW, Bosch, Brunel, Continental, Daimler, Dekra, Henkel, IAV, Mahle, Solid Works, Tognum sowie VW und ZF den Wettbewerb.