Intelligentes Laden mit Microsar IP Flexible Ladevorgänge und einfache Bezahlung

Im Unterschied zu konventionell angetriebenen Fahrzeugen haben Elektrofahrzeuge aufgrund der geringen Energiedichte von Batterien eine deutlich geringere Reichweite. Für eine erfolgreiche Markteinführung von E-Fahrzeugen ist eine weit verbreitete und einfach zu bedienende Lade-Infrastruktur wichtig, und standardisierte Ladeverfahren müssen verfügbar sein. Dieser Artikel beschreibt das intelligente Laden (Smart Charging) und dessen Standardisierung in der Norm ISO 15118, die bis Mitte 2012 frei- gegeben werden soll. Zusätzlich zum Stromanschluss baut das Fahrzeug dabei eine Kommunikation zur Ladesäule auf.

Das Laden der Elektrofahrzeuge erfolgt heute meist zuhause. Im öffentlichen Raum sind bisher, im Rahmen von Modellversuchen abgesehen, nur wenige Ladesäulen verfügbar. Da Fahrzeuge häufig stehen, wie beispielsweise beim Einkaufen und am Arbeitsplatz, könnten sie in dieser Zeit geladen werden. Dazu wird in Zukunft eine weitläufige und standardisierte Infrastruktur installiert. Diese muss sowohl standardisierte Mechanismen zum Laden der Batterien anbieten als auch eine ein-fache Bezahlung der Energie unterstützen. Deshalb soll das Abrechnen der Beträge bequem durch eine automatisierte elektronische Rechnung er-folgen.  Der flächendeckende Aufbau einer Lade-Infrastruktur kann nur funktionieren, wenn hierbei alle Aspekte des Ladens herstellerübergreifend standardisiert werden. Sowohl Stecker und Kabel als auch die Ladekommunikation müssen für alle Fahrzeuge und Ladesäulen normiert sein. In Europa ist die Ladekommunikation im Rahmen der ISO 15118 beschrieben. Dasselbe geschieht in den USA in der SAE. In Japan gibt es bereits den Standard CHAdeMO und ein Ladesäulennetz mit mehr als 250 Stationen.