Firmenfuhrparks: Großes Interesse an Elektroautos

Laut einer repräsentativen Umfrage von Arval Deutschland setzen sich die Verantwortlichen für Firmenfuhrparks immer intensiver mit batteriebetriebenen Autos auseinander und wollen in Zukunft verstärkt auf die Elektromobilität setzen.

Autos mit Elektroantrieb sind in aller Munde und auch die Verantwortlichen für Firmenfuhrparks, die einen großen Anteil der Fahrzeugneuzulassungen ausmachen, setzen sich intensiv mit batteriebetriebenen Autos auseinander. Gefragt nach der Nutzungsabsicht von umweltschonenden Autos im Fuhrpark (Gas, Biokraftstoff, Hybrid oder Elektromobilität) wollen sie künftig viel stärker auf die Elektromobilität setzen.

Derzeit kann von noch überhaupt keiner Nutzung von Elektroautos in deutschen Dienstwagen-Flotten gesprochen werden – allerdings wollen in den kommenden drei Jahren neun Prozent mindestens ein solches Fahrzeug in Dienst stellen will. Im gesamteuropäischen Vergleich soll der Wert sogar von einem auf 18 Prozent ansteigen. Dies ist ein Ergebnis des »Barometer 2009«, einer telefonischen Umfrage des Corporate Vehicle Observatory (CVO) in zwölf europäischen Ländern.

Der CVO als unabhängige Informations- und Expertenplattform für das Flotten-Management wurde von der internationalen Leasing- und Fuhrpark-Management-Gruppe Arval und ihrer Muttergesellschaft, der Bank BNP Paribas, gegründet. In Deutschland wurden bei der Studie in diesem Jahr zusammen mit dem Meinungsforschungsinstitut tns 300 Personen befragt, die tatsächlich Entscheidungsbefugnis über den Fuhrpark ihres Unternehmens haben - je nach Firmengröße Geschäftsführer, Fuhrparkleiter oder Einkaufsleiter.

Ein weiteres interessantes Detailergebnis der Umfrage ist, dass der exponentielle Anstieg für Unternehmen jeder Größe vorhergesagt wird. Bei kleinen Firmen (weniger als zehn Mitarbeiter) auf zehn, bei kleineren Firmen (zehn bis 99 Beschäftigte) auf sechs, bei mittleren (100 bis 999 Mitarbeiter) auf fünf und bei großen Unternehmen (ab 1000 Beschäftigten) auf 14 Prozent. Diese breite Absichtserklärung lässt sich unter anderem damit erklären, dass die Entscheidungsträger mit einem steigenden Angebot attraktiver Fahrzeuge rechnen.

Wie Ralf Woik, verantwortlich für den CVO in Deutschland, erläutert, seien aber für einen Erfolg der Elektroautos bei Flotten auch der Aufbau einer guten Tank-Infrastruktur, eine ausreichende Reichweite und guter Komfort notwendig. »Die E-Autos müssen auch preislich mit herkömmlichen Fahrzeugen mithalten können, denn nur wenige werden bereit sein, einen allzu hohen Umweltbonus draufzulegen«, erläutert Woik. Seien diese Bedingungen erfüllt, könnten sich Elektroautos durch ihren geringeren Wartungsaufwand, Steuereinsparungen und den Beitrag zur CO2-Senkung für Flotten lohnen.