Entwicklungsprojekt für Elektrokleintransporter angelaufen

Das Institut für Elektromobilität der Hochschule Bochum und die Bochumer Initiative ruhrmobil-E, in der sich auch der Automobilzulieferer Delphi engagiert, nehmen die Entwicklung eines Elektrokleintransportes auf.

Zusammen mit der Hochschule Bochum und anderen Industriepartnern aus der Region Bochum-Bergisch-Land will Delphi im Zuge des Entwicklungsprojekts »Elektro-City-Transporter« einen einsatzfähigen Elektrotransporter entwickeln. Das Projekt hat die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen so überzeugt, dass es nicht nur als förderwürdig ausgewählt wurde, sondern der Ministerpräsident Jürgen Rüttgers selbst dieses gestern der Öffentlichkeit vorstellte.

Ziel des Projekts ist nicht nur die Konzipierung eines Prototyps, sondern die Entwicklung eines einsatzfähigen Kleintransporters mit Elektroantrieb. Die technischen Eckdaten und der vorläufige Name des Stadtfahrzeuges stehen bereits fest: Das BOmobil soll Platz für 2 Personen und 400 kg Zuladung bieten. Eine Batterieladung reicht für 150 km und die Spitzengeschwindigkeit des Transporters soll 120 km/h betragen. Zudem haben bereits erste Interessenten ihr Interesse an dem Elektrolieferwagen aus Bochum bekundet. So wollen unter anderen die Stadtwerke Bochum ihren Fuhrpark elektrifizieren.

Für das BOmobil entwickelt Delphi am Entwicklungsstandort Wuppertal das Bordnetz und die E-Mobil-Komponenten. Daraus erhofft sich der Automobilzulieferer Fortschritte in der Effizienzsteigerung bei der Energieverteilung, bei der Material- und somit Gewichtseinsparung zu machen sowie Erkenntnisse für eine wettbewerbsfähige Großserienproduktion der hochkomplexen Elektrik- und Elektronik zu erhalten. Zudem erfordert ein sicherer und zugleich alltäglicher Umgang mit Strömen von mehreren hundert Volt in Elektrofahrzeugen neue Lösungen für den Alltagsbetrieb.

Mit insgesamt drei Mio. Euro will das Wirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen die Entwicklung und den Bau des Elektrokleintransporters unterstützen. Den geplanten Eigenanteil von zwei Mio. Euro stellen die Projektpartner bereit.

An dem Entwicklungsprojekt arbeiten folgende Unternehmen zusammen:

 

  • Delphi Deutschland stellt ihr Entwicklungs- und Kompetenzzentrum Wuppertal bereit.
  • Neuhäuser Windtec, die ihre Erfahrung im Bereich Elektroantriebe in das Projekt einbringt.
  • Opel unterstützt das Projekt mit der Bereitstellung ihrer Infrastruktur und dem Zugriff auf den Standardbauteilekasten des Unternehmens.
  • Die Hoppecke Gruppe lässt ihr Know-how als einer der größten Industriebatteriehersteller Europas in das Projekt einfließen.
  • scienlab electronic systems als Spezialist für automobile Elektronik-Komponenten.
  • Composite Impulse als Spezialist für den Leichtbau mit Faserverbundstoffen.