LA eRacing Elektrorenn-Team auf dem 4. Elektronik automotive congress

Die Formula Student hat als Rennserie zumindest in Fachkreisen einen hohen Bekanntheitsgrad erlangt. Weniger bekannt, dass es davon auch eine elektrische Variante, die hinsichtlich ihrer technischen Faszination der „Verbrenner“-Veranstaltung in nichts nachsteht. Einer der Teilnehmer, das Renn-Team LA eRacing der Hochschule Landshut, wird auf dem 4. Elektronik automotive congress am 16. Februar 2012 auftreten.

LA eRacing wird im Rahmen der Veranstaltung erläutern, welchen Aufwand die Konzeptionierung eines Elektro-Rennwagens bedingt, v.a. hinsichtlich der Anforderungen an die funktionale Sicherheit.

Genauso wichtig wie die Sicherheit sind aber auch die technischen Eckdaten von „Amy“ – so der Name des mit zwei 30 kW (Spitze: 40 kW) starken Elektromotoren ausgestatteten Vehikels. Damit ist Amy immerhin 130 km/h schnell und benötigt, Dank eines Gewichts von nur 440 kg, weniger als fünf Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h.

Ihre Fähigkeiten musste Amy bisher in zwei Rennen beweisen. In Hockenheim belegte sie sowohl in der Disziplin Acceleration als auch beim Autocross jeweils den zehnten Platz. Eine respektable Leistung war Amy doch erst kurz vor dem Rennen fertig gestellt worden. Für aufwändige Tests oder Abstimmarbeiten blieb keine Zeit mehr.

Wieviel Potential in Amy steckt konnte sie erst später in Barcelona zeigen: In beiden Disziplinen reichte es für den zweiten Platz! Bei der Bewertung der Team-Business-Pläne erzielte LA eRacing sogar den bemerkenswerten zweiten Platz.

Damit ist die Arbeit des Renn-Teams aber noch lange nicht beendet. Bereits jetzt haben die Arbeiten für die kommende Saison begonnen. Neben organisatorischen Tätigkeiten, etwa das Rennprojekt enger mit der Hochschule zu verzahnen oder weitere Firmenkooperationen zu etablieren, stehen natürlich eine Menge technischer Verbesserungen auf der Agenda. Die nächste Fahrzeuggeneration soll deutlich leichter werden und hinsichtlich des Fahrverhaltens verbessert werden, beispielsweise durch Implementierung eines Torque Vectoring. Lediglich die Motivation des Renn-Teams wird unverändert bleiben.

Weitere Highlights:
Bereits zu Beginn der zweitägigen Veranstaltung ist Ihre tatkräftige Mitarbeit gefordert: Transformation zwischen UML und AUTOSAR, Messungen an CAN- und LIN-Bussen sowie Implementierung von Fahrerassistenzfunktionen auf FPGAs sind die Themen unserer Hands-on-Workshops.

Der 16. Februar 2012 steht ganz im Zeichen technischer Vorträge: Session 1 „Vernetzung mit Fahrer und Umwelt“ und Session 2 „Elektromobilität“ liegen in den bewährten Moderationshänden von Prof. Dr. Dieter Nazareth, Hochschule Landshut. Für Session 3 „Vernetzung im Fahrzeug“ konnte mit Karl-Ernst Steinberg von der BMW Forschung und Technik GmbH ein nicht minder erfahrener Moderator gewonnen werden.

Im Rahmen des Kongresses wird Dr. Peter Steiner von der Audi AG in seiner Keynote aufzeigen, wie sich das Auto mit seiner Umwelt vernetzt. Mit der Keynote „Die Herausforderung der Elektromobilität: Vielfältige Antriebskonzepte bei  unbekannten Kundenwünschen“ wird Anton Angermaier, Head of E-Mobility and Customer Segment bei der AVL Software and Functions GmbH die Veranstaltung abschließen.

Auf der begleitenden Ausstellung am 16. Februar 2012 präsentieren Hersteller und Dienstleister ihre neuesten Produkte, interessante Anwendungen und technische Detaillösungen, welche Automobilelektronik erlebbar machen. Live erleben können Sie u.a. den neuesten Roadster von Tesla, außerdem wird BMW ein Modell zeigen, in dem Ethernet als Bordnetz umgerüstet ist.

Das ausführliche Programm sowie Anmeldeformular, Preise uvm. finden Sie unter: www.automotive-congress.de