Forschungsprojekt EVER Die Straße als Ladegerät

Japanische Forscher haben im Rahmen des Forschungsprojekts EVER (Electric Vehicle on Electrified Roadway) untersucht, in wie weit E-Fahrzeuge induktiv über einen in der Straße eingelassenen Leiter geladen werden können. Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend.

Die Forscher der Technischen Universität Toyohashi glauben Strom drahtlos an fahrende Fahrzeuge übertragen zu können und haben dazu einen entsprechenden Versuchsaufbau zusammengestellt. Dieser wurde auf der Handelsmesse „Wireless Technology Park 2012“ vorgestellt; dabei wurde eine Glühbirne durch eine zehn Zentimeter dicke Betonwand zum Leuchten gebracht, während gleichzeitig ca. 50 bis 60 Watt an Energie an zwei Reifen übertrugen wurden.
Zum Einsatz kommt dabei das Prinzip der konduktiven Kupplung, dass die relativ hohe Leitfähigkeit von Beton nutzt. Der Verlust im Rahmen der Übertragung ist relativ gering und beträgt zehn bis 20 Prozent. In einem nächsten Schritt soll die drahtlose Energieübertragung durch eine doppelt so dicke Betonwand erfolgen.
20 cm entsprechen in etwa den Bedingungen japanischer Straßen – so sollen die Voraussetzungen für einen praktischen Einsatz geschaffen werden, um langfristig Elektrofahrzeuge während der Fahrt aufzuladen.