US-Automobilmarkt Deutsche Hersteller liegen im Trend

Während in Deutschland die Zahl der neuzugelassen PKWs im Juli sank, konnten die deutschen Marken auf dem US-Markt punkten und ihre Exporte steigern.

„Es mehren sich die Anzeichen, dass insbesondere die privaten Käufer angesichts der Unsicherheit in Westeuropa zurückhaltender werden“, verdeutlichte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie die gegenwärtige Situation. „Das ist das klare Signal an die Politik, Vertrauen in die Lösung der Staatsschuldenkrise im Euroraum nachhaltig zurückzugewinnen. Dann bieten sich alle Chancen, dass der deutsche Pkw-Markt auch weiterhin Stabilitätsanker auf dem westeuropäischen Automobilmarkt bleibt.“

Das sich für die deutschen Hersteller im Juli die Zahlen dennoch sehen lassen konnten, lag an den Erfolgen auf dem US-Markt. Hier konnten die deutschen Hersteller ihre Exporte im Juli bereinigt um fast drei Prozent auf 342.200 Pkw ausweiten. Die deutschen Marken haben in den USA alleine im Juli mit 101.000 Neuwagen knapp 15 Prozent mehr Light Vehicles (Pkw und Light Trucks) als im Vorjahresmonat absetzen können. Der gesamte Light-Vehicles-Markt ist um neun Prozent gewachsen. Im Pkw-Bereich setzten die deutschen Hersteller im Juli 19 Prozent mehr Fahrzeuge ab, der gesamte Pkw-Markt legte in den USA um 15 Prozent zu.

Seit Jahresbeginn wurden 692.700 Light Vehicles deutscher Marken in den USA verkauft. Das ist ein Zuwachs von rund einem Fünftel. Der Gesamtmarkt hat im gleichen Zeitraum um 14 Prozent zugelegt. Im Pkw-Bereich konnten die deutschen Hersteller ihren Marktanteil im bisherigen Jahresverlauf um 0,4 Prozentpunkte auf zwölf Prozent steigern. Damit kommt jeder achte Neuwagen, der in den USA verkauft wird, von deutschen Marken.

Der Bestelleingang aus dem Ausland zeigt, dass der Weltautomobilmarkt weiter wächst. Im Juli haben deutsche Marken 16 Prozent mehr Auslandsorder verbuchen können. Seit Januar erhöhte sich der Auftragseingang aus dem Ausland um sieben Prozent.