Controller sorgt für »saubere« Motorräder

Die neue Familie von XC2700-Mikrocontrollern von Infineon Technologies soll besonders in Indien und China für saubere und energieeffiziente Motorräder sorgen.

Infineon sieht in den stark wachsenen Schwellenländern einen hohen Bedarf für seinen neuen Microcontroller, der für die Motorsteuerung in Motorrädern und kleineren Autos konzipiert ist. In den nächsten zwei Jahren wird es dort strengere Abgasnormen geben, die vermehrt den Einsatz elektronischer Motorsteuerungen erzwingen. Dazu kommt, dass der Markt enorm wachsen wird und die Hersteller in diesen Ländern allein für das Jahr 2010 von über 36 Millionen neuen Motorrädern ausgehen.

»Motorräder aus Indien und China laufen heute überwiegend mit mechanischen Steuergeräten, die den neuen Abgasvorschriften nicht gerecht werden können«, sagt Jochen Hanebeck, der bei Infineon für das Mikrocontroller-Geschäft verantwortlich ist. »Wachsende Mobilität der Bevölkerung sollte nicht zu weiterer Luftverschmutzung und Kraftstoffverschwendung führen. Infineon kann dazu beitragen: die Energieeffizienz einer solchen Motorsteuerung steigt durch unsere Chips um bis zu 15 Prozent.«
 
Der Hochleistungschip wurde in Duisburg entwickelt und enthält neben dem Rechnerkern und zahlreichen Analog-Digital-Wandlern Komponenten zur Ansteuerung von Ventilen und Sensoren. Sein Speicher umfasst mehrere hundert Kilobytes und soll laut Hersteller für sehr anspruchsvolle Aufgaben geeignet sein. Die Software kommt aus München und dem Infineon-Forschungszentrum im indischen Bangalore. Gefertigt wird der XC2700 in Dresden.