Einweihung Continental mit neuem Entwicklungszentrum für Getriebesteuerungen

Knapp 18 Monate nach der Grundsteinlegung hat Continental, Division Powertrain am Hauptsitz des Geschäftsbereiches Transmission in Nürnberg ein neues Test- und Entwicklungszentrum für Getriebesteuerungen eingeweiht. Der Zulieferer hat dort 200 Arbeitsplätze eingerichtet.

In den Neubau sowie die Test- und Prüfanlagen wurden rund 7,5 Millionen Euro investiert. Auf einer Nutzfläche von 2.500 qm bieten die neun Labore unter anderem einen Hydraulikprüfstand sowie einen kompletten Musterbau mit eigenem Rapid Prototyping. Die durch das neue Entwicklungszentrum sichergestellte enge Zusammenarbeit der Entwickler mit den Produktionsspezialisten gewährleistet, dass alle Produkte von Anfang an so konstruiert werden, dass sie prozesssicher und effizient zu fertigen sind.

Durch die fortschreitende Internationalisierung, die hohe Wettbewerbsintensität sowie die Hybridisierung nimmt die Variantenvielfalt bei Fahrzeugen und somit auch die der Getriebe weltweit zu. Kürzere Entwicklungszeiten und straffere Erprobungs- und Testphasen sind die Folge. Das Test- und Entwicklungszentrum trägt diesen Anforderungen Rechnung. So verfügt der Automobilzulieferer jetzt über einen effektiven und schnellen Musterbau, der es unter anderem durch den Einsatz von Rapid-Prototyping und einer spezialisierten Musterfertigung ermöglicht, Muster für die Erprobung noch schneller und in höchster Qualität aufzubauen.

Darüber hinaus beinhalten die Test- und Prüfanlagen neue Systemprüfstände für die Getriebeentwicklung. Diese ermöglichen den Test des gesamten Getriebesystems – über die Elektronik hinaus. Damit erfassen die Ingenieure nun die gesamte Wirkungskette vom Steuerbefehl für einen Gangwechsel bis hin zur hydraulisch beaufschlagten Aktuatorik, die die neue Schaltstufe letztlich einlegt.

Insgesamt arbeiten bei Continental am Standort Nürnberg heute nahezu 2.100 Mitarbeiter. Allein in den vergangenen vier Jahren kamen über 400 Mitarbeiter hinzu. Auf 28 produktspezifischen Fertigungslinien werden in diesem Jahr etwa 3,6 Millionen Geräte hergestellt, davon entfallen gut zwei Millionen auf die Getriebesteuerungen. Rund eine Milliarde Komponenten werden dabei als Bauteile verarbeitet – das entspricht etwa drei Millionen Bauteilen am Tag.