PRORETA 3 Conti und TU Darmstadt entwickeln Assistenzsystem für Stadtverkehr

Dr. P. Rieth, Leiter der Abteilung Systems & Technology
Dr. P. Rieth, Leiter der Abteilung Systems & Technology

Der Automobilzulieferer Continental will mit den Instituten für Fahrzeugtechnik, Arbeitswissenschaft, Regelungstheorie und Robotik, Regelungstechnik und Mechatronik der TU Darmstadt im Rahmen des Projekts PRORETA 3 ein Fahrerassistenzsystem zur Vermeidung von Unfällen oder zur Unfallfolgenreduzierung in Stadtverkehrsszenarien entwickeln.

Bereits in dreieinhalb Jahren wollen beide Projektpartner ein entsprechendes Forschungsfahrzeug aufgebaut haben, das Gefahrensituationen erkennt und selbstständig mit Brems- oder Lenkeingriffen reagiert.

Diese nun dritte PRORETA-Staffel soll Möglichkeiten der Fahrerassistenz in anspruchsvollen Stadtverkehrsszenarien untersuchen. Benötigt wird für diese Aufgabenstellung eine leistungsgesteigerte Umfelderfassung und Szeneninterpretation, sowie eine komplexe Mensch-Maschine-Interaktion, die auf hohe Akzeptanz des Fahrers ausgerichtet ist und so die Ergebnisse von PRORETA 1 und 2 erweitert.

Die erste PRORETA-Forschungskooperation (2002-2006) befasste sich mit der Notbrems- und Notausweich-Assistenz auf vorausfahrenden oder stehenden Verkehr. In der zweiten Staffel (2006-2009) wurde die Überholassistenz zur Vermeidung von Unfällen mit entgegenkommendem Verkehr untersucht. PRORETA, benannt nach dem vor Untiefen warnenden Oberbootsmann auf antiken römischen Schiffen, verfolgt mehrere Ziele: „PRORETA soll anhand konkreter Aufgabenstellungen den Wissensaustausch zwischen Industrie und universitärer Forschung fördern und intensivieren, wissenschaftlichen Nachwuchs begeistern und in einer schon frühen Phase in die Lösungsfindung anwendungsorientierter Problemstellungen einbinden. Damit soll auch ein Beitrag zur Stärkung des   Industriestandortes Deutschland geleistet werden“, erklärt Dr. Peter E. Rieth, Leiter System & Technology der Division Chassis & Safety bei Continental.