Brose übernimmt Elektromotoren-Sparte von Continental

Die Brose Unternehmensgruppe wird die Elektromotoren-Sparte der Continental AG erwerben. Darauf haben sich beide Unternehmen am 20. Dezember geeinigt. Die Zustimmung der Kartellbehörden steht aber noch aus.

Überlegungen in dieser Richtung habe es, laut Conti-Chef Manfred Wennemer, bereits bei Siemens VDO gegeben. Continental habe diese nun aufgenommen um den Interessen von Kunden und Beschäftigten zu entsprechen.

Zusätzlich zu der ehemaligen Siemens-VDO-Sparte Electric Motor Drives, wird auch das Kühlerlüftergeschäft von Continental an Brose übergeben.

Die Transaktion umfasst das Geschäft mit Elektro-Motoren für Fensterheber, Fahrdynamiksysteme, HVAC-Systeme, Motorkühlung und elektrische Servolenkungen. Die Aktivitäten der Business Unit Electric Motor Drives in Würzburg und Berlin sowie die Entwicklungsbüros in Nürnberg und der Standort Oldenburg gehen dabei an Brose. Die ebenfalls in Berlin ansässigen Hybridaktivitäten sind nicht betroffen.

Hinzu kommen sechs Werke in La Suze/Frankreich, Gainesville/USA,
Reynosa/Mexiko sowie in Shanghai/China, Zhangjiagang/China und Chanchun/China. An den Standorten Trutnov/Tschechien, Budapest/Ungarn und Salto/Brasilien werden einzelne Produktionslinien veräußert. Ingesamt beschäftigt Continental in der Elektromotoren-Sparte rund 4200 Mitarbeiter und erzielte in diesem Jahr einen Umsatz von 740 Millionen Euro.

Die Brose Unternehmensgruppe produziert Fensterheber, Türsysteme sowie Sitzverstellungen, und ist nach eigenen Angaben der weltweit größte Abnehmer von Elektromotoren.