Bosch: Neuer Hauptsitz in Korea

In Yongin nahe Seoul, dem Zentrum der koreanischen Automobilwirtschaft, hat die Bosch-Gruppe ihren neuen Hauptsitz für Korea eröffnet.

Die Bosch-Gruppe hat in Korea seit dem Jahr 2000 mehr als 300 Millionen Euro investiert. In die Errichtung des neuen zehngeschossigen Hauptsitzes flossen 18 Millionen Euro. Bis zu 500 Mitarbeiter aus Entwicklung, Applikation, Vertrieb und Verwaltung können in dem 25.000 Quadratmeter umfassenden Gebäude beschäftigt werden. Allein im Bereich Forschung und Entwicklung ist Platz für mehr als 100 Ingenieure. Aktuell arbeiten rund 350 Mitarbeiter im neuen Gebäude.
 
»Das neue Gebäude ist ein Symbol für die erfolgreiche Entwicklung von Bosch in Korea« erklärte Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bosch. Zudem könne Bosch »…Kundenprojekte jetzt noch besser vor Ort betreuen«, so Fehrenbach.

Gegenüber früheren Plänen wurde der jetzt realisierte Firmensitz deutlich erweitert. »Mit der Verdoppelung der Kapazität haben wir jetzt die Möglichkeit, am Standort Yongin in den kommenden Jahren weiter zu wachsen«, äußerte Krister Mellvé, Geschäftsführer von Bosch Korea. Zuvor waren die Aufgaben auf mehrere Standorte in Korea verteilt.

Korea ist für Bosch ein Kernland in der Region Asien-Pazifik. Der erwartete Umsatz im Jahr 2007 in Korea beläuft sich auf rund 1,4 Milliarden Euro (1,8 Billionen Won). In lokaler Währung bedeutet dies einen Zuwachs von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In der Region Asien-Pazifik soll der Umsatz um 8,5 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro steigen. Weltweit wird die Bosch-Gruppe 2007 einen Umsatz von mehr als 46 Milliarden Euro erreichen, was einer Steigerung von rund fünf Prozent entspricht.

Bosch ist mit allen Geschäftsbereichen in Korea vertreten und beschäftigt dort rund 3.000 Mitarbeiter. An fünf großen Standorten produziert Bosch für die koreanische Automobilindustrie unter anderem Komponenten für Diesel- und Benzinmotoren sowie Fahrerassistenz- und Sicherheitssysteme wie das
Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP). »Unsere modernen Einspritzsysteme tragen dazu bei, dass der Verbrauch weiter gesenkt wird und weniger Emissionen entstehen«, sagte Fehrenbach. »Wir gehen deshalb davon aus, dass sich auch in Korea insbesondere unsere Dieseleinspritzsysteme in den kommenden Jahren verstärkt durchsetzen werden.«