Bosch mit 16 Prozent Umsatzrückgang im Jahr 2009

Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bosch.

Nach vorläufigen Zahlen erzielte Bosch im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von rund 38 Mrd. Euro, der damit rund 16 Prozent unter dem Vorjahr lag. Deswegen rechnet der Automobilzulieferer mit einem Verlust von knapp drei bis vier Prozent des Umsatzes.

Laut dem Vorsitzenden der Geschäftsführung von Bosch, Franz Fehrenbach, wäre ohne Restrukturierungen und Sonderabschreibungen das operative Ergebnis seit Herbst 2009 ausgeglichen gewesen. Genaue Werte liegen aber aufgrund der laufenden Jahresabschlussarbeiten noch nicht vor. Zudem rechnet Bosch auf für das Geschäftsjahr 2010 mit einem weiteren schwierigen Jahr, es sei jedoch eine Erholung spürbar. Fehrenbach sieht durchaus Chancen, dass in diesem Jahr mehr als die Hälfte des Umsatzverlustes aus 2009 kompensiert werden kann. Für Prognosen zur Ertragsentwicklung sei es allerdings noch zu früh. »Wir kämpfen 2010 um eine schwarze Null«, betonte Fehrenbach.

Neben dem Wachstum in den asiatischen Schwellenländern China und Indien rechnet das Unternehmen auch, das die Fahrzeugproduktion in Nordamerika wieder an Dynamik gewinnen wird. Auch für Europa geht der Zulieferer von einer einsetzenden Erholung aus – sogar in Deutschland glaubt das Unternehmen, dass die Produktion für Autos und Nutzfahrzeuge trotz der auslaufenden Abwrackprämie leicht zulegen wird.  Laut aktuellen Planungen will Bosch diesen weltweiten Trend nutzen und den Umsatz in der Kraftfahrzeugtechnik im Jahr 2010 um mindestens zehn Prozent steigern. Allerdings muss der Unternehmensbereich insgesamt gut 30 Prozent  zulegen, um wieder auf das Niveau von 2007 zurückzukehren. Dieses Ziel will das Unternehmen bis zum Jahr 2012 erreichen.