Bosch: Asien-Umsatz verdreifachen

Die Bosch-Gruppe plant in der Region Asien-Pazifik ein überdurchschnittliches Wachstum und strebt dort bis 2015 ein Umsatzvolumen von 22 Milliarden Euro an. Einen Schwerpunkt bilden vor allem »grüne Technologien« für Automobile.

Das Unternehmen beabsichtigt in den kommenden Jahren einen weiteren Ausbau von Entwicklung und Fertigung. Einen hohen Stellenwert nimmt dabei Kraftfahrzeugtechnik ein, die einen schonenden Umgang mit Umwelt und Ressourcen erlaubt. Laut Franz Fehrenbach, dem Vorsitzenden der Bosch-Geschäftsführung, soll bis 2015 das Asiengeschäft 25 Prozent zum Gesamtumsatz beitragen. Bosch will zwischen 2008 und 2010 1,4 Milliarden Euro investieren.

Die Bosch-Gruppe hat in Asien ein Netzwerk von 58 Standorten aufgebaut und beschäftigt dort rund 50.000 Mitarbeiter. Davon sind etwa 7.000 Mitarbeiter in 18 Forschungs- und Entwicklungsstandorten tätig. Bis 2015 wird erwartet, dass die Region eine Wirtschaftsleistung wie Europa oder Nordamerika erreicht. »Wir verstärken unsere Präsenz in Asien, weil wir das Geschäftsvolumen vor allem mit den asiatischen Automobilherstellern deutlich ausbauen wollen«, erklärte Franz Fehrenbach anlässlich der Eröffnung des neuen Hauptsitzes in Seoul, Korea.

Strengere Umweltstandards haben zur Folge, dass in den asiatischen Ländern vermehrt effiziente Einspritzsysteme eingesetzt werden. So ergeben sich vor allem für den »Clean Diesel« gute Chancen, aber auch für sparsame Benzinsysteme. Auch der Bereich Sicherheit wächst, und Bremsregelsysteme wie ABS und auch ESP setzen sich allmählich durch. Bosch erweitert derzeit im chinesischen Suzhou für rund 100 Millionen Euro die Produktion von Steuergeräten für Airbags, ABS und ESP aus.

Gleichzeitig gewinnt der Markt für »Low Price Vehicles« weiter an Bedeutung. Die Niedrig-Preis-Autos mit einem Nettopreis unter 7.000 Euro sollen im Jahr 2015 den Schätzungen zufolge einen Anteil von mehr als 15 Prozent am weltweiten Automobilmarkt haben. Demnach entwickelt sich das Marktsegment mit einem jährlichen Wachstum von rund sechs Prozent doppelt so stark wie der gesamte Automobilmarkt.

Bosch stellt sich auf diese Entwicklungen ein: Mit der Value Motronic bietet der Hersteller beispielsweise eine kostengünstige Steuergeräte-Plattform für Benzinmotoren mit zwei, drei oder vier Zylindern und Saugrohreinspritzung. »Sicher, sauber, sparsam gilt zunehmend auch für die Automobile in Asien. Die neuen Modelle erfüllen in den kommenden Jahren Schritt für Schritt die immer strengeren Abgasvorschriften«, so Fehrenbach.