BMW setzt auf neue Bordnetz-Architektur

Um die Datenmenge der Elektronik im Fahrzeug zu transportieren, werden heute mehrere Bussysteme wie CAN, LIN, MOST und FlexRay eingesetzt. Dies führt zwangsläufig zu einer sehr komplizierten Bordnetz-Architektur.

In der Forschung und Technik bei BMW hat man sich nun Gedanken darüber gemacht, wie man diese drastisch vereinfachen kann. Entsprechende Entwicklungen zeigten, dass sich das Internet Protocol (IP) als einheitliche Standardsprache für das Netzwerk „Automobil“ eignen könnte, wobei die Daten über ein Breitbandnetzwerk wie etwa das Ethernet übertragen werden.

Das neuartige, auf IP basierende Fahrzeugbordnetz macht die Infrastruktur in einem Fahrzeug flexibler, so dass leichter neue Steuergeräte inklusive neuer Funktionen integriert werden können. Außerdem kann der Kunde per Plug & Play seine neuen elektronischen Endgeräte beliebig im Fahrzeug nutzen. Als Ethernet-Protokoll wird das bereits bei Airbus eingesetzte AFDX (Avionics Full Duplex Switched Ethernet) verwendet, das auf ARINC 664 beruht und auch für Echtzeit-Anwendungen geeignet ist.