Infotainment BMW setzt auf Head-Up-Displays von Continental

Continentals modernes Head-Up-Display (2. Generation) ist im neuen BMW 3er in Serie. Es zeigt fahrrelevante Informationen, wie Geschwindigkeit, Navigations- und Infotainment-Daten sowie Warnhinweise, im direkten Sichtfeld des Fahrers an. Bereits seit 2010 ist das Display bei Audi (A6, A7) in Serie.

Das virtuelle Bild des Displays erscheint für den Fahrer in etwa 2 m Entfernung über der Motorhaube, so dass er seinen Blick nicht mehr vom Verkehrsgeschehen abwenden muss. „Das Head-Up-Display verringert die Fahrerablenkung und erhöht die Fahrsicherheit. Es ist uns wichtig, diese Vorteile an so viele Autofahrer wie möglich weiterzugeben. Daher sind wir besonders stolz, dass das Head-up-Display im neuen BMW 3er jetzt auch in der Mittelklasse verfügbar ist“, kommentiert Eelco Spoelder, Leiter der Business Unit Instrumentation and Driver HMI bei Continental, den Produktionsstart. Bereits 2010 brachte Continental die zweite Generation des Head-up-Displays bei Audi in Serie.

Die Vorteile des Displays liegen in seiner Bildqualität und bequemen Bedienung. Für den Fahrer noch attraktiver wird es in erster Linie durch die vollfarbige Anzeige. Im Vergleich zum früher begrenzten Farbspektrum stellen weiße LEDs das gesamte Farbspektrum aus dem in einem TFT-Display erzeugten Bild dar. Mit der höheren Helligkeit der weißen LED-Technik in der modernen Bildgenerierungseinheit verfügt das Head-Up-Display über einen hohen Kontrast und kann auch Inhalte wie Nachtsichtanzeigen wiedergeben. Dabei kommt die Bildgenerierungseinheit mit 15 LEDs aus, was den Energiebedarf erheblich reduziert. So ließ sich der Energiebedarf der 2. Generation auf etwa ein Drittel der Vorgängerversion reduzieren, die 128 LEDs zur Bilderzeugung benötigte. Damit rückt das Head-Up-Display auch für Elektrofahrzeuge in den Blickpunkt.

Vor allem für Fahrzeuge mit mehreren Fahrern ist zudem von Vorteil, dass der Fahrer das Display bequem über die Bedienelemente im Cockpit einstellen kann. Möglich macht dies ein sogenannter Schrittmotor, der den optischen Spiegel im Inneren des Head-up-Displays neigt und so die Position des für den Fahrer über der Motorhaube schwebenden Bildes verändert.

Damit das Head-Up-Display den Weg in die Mittelklasse finden konnte, haben die Ingenieure die Entwicklung auf zwei Anforderungen fokussiert – nämlich eine kleine Größe und geringes Gewicht sowie niedrige Herstellungskosten. Durch die Anordnung der optischen Komponenten, die das Bild vom Display zur Windschutzscheibe spiegeln, sind insgesamt weniger Bauteile notwendig. In Kombination mit modernen Materialien konnten die Entwickler Volumen und Gewicht so auf fast die Hälfte der Vorgängerversion reduzieren. Für Automobilhersteller ist das neue Head-up-Display mit einem Volumen von 3,8 Liter bei 1,5 Kilogramm Gewicht einfacher in das Gesamtkonzept eines Fahrzeugs zu integrieren. Die geringere Anzahl an Bauteilen sorgt zusätzlich für einen Vorteil bei den Herstellungskosten.

Darüber hinaus spielte der modulare Aufbau des Head-Up-Displays für die Optimierung der Kosten und Herstellungsprozesse eine wichtige Rolle. Es ist so konstruiert, dass nur wenige Bauteile spezifisch für die einzelnen Fahrzeugvarianten sind. Folglich müssen weniger verschiedenartige Bauteile vorgefertigt und die einzelnen Fahrzeugvarianten eines Modells können von einer Produktionslinie bedient werden. Um die Produktion beispielsweise zwischen BMW 3er Limousine und Cabrio umzustellen, benötigt man nur einen anderen optischen Spiegel, der an die fahrzeugspezifische Krümmung der Windschutzscheibe angepasst ist.