Versuchszentrum BMW bringt Fahrversuche ins Labor

Die BMW Group hat 130 Mio. Euro in den Bau eines kürzlich eingeweihten Energie- und umwelttechnischen Versuchszentrums (EVZ) investiert. Dort werden in fünf Prüfständen unterschiedliche Witterungs- und Umweltbedingungen nachgestellt um einen Großteil der teuren und aufwändigen Testfahrten zu ersetzen.

Das in München in unmittelbarer Nähe zum Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) erbaute EVZ besteht aus drei thermischen Windkanälen (Klima-, Thermo-, Umweltwindkanal) sowie zwei Kammerprüfständen (Höhen-, Kältekammer). Damit können all diejenigen Testfahrten von der Straße ins Labor verlagert werden, bei denen es nicht auf fahrdynamischen Effekte ankommt.

Die drei thermischen Windkanäle wurden identisch konzeptioniert, sind aber an unterschiedliche Benutzungsszenarien angepasst. Im Klimawindkanal können Temperaturen von -10 bis +45 °C erzeugt werden; ein Solarium simuliert zusätzlich starke Sonneneinstrahlung. Hier werden Versuche zur thermischen Betriebssicherheit durchgeführt, beispielsweise zur Kühlleistung der Klimaanlage oder zur Bremsenkühlung. Letzteres erfolgt im Rahmen einer virtuellen Testfahrt mit einer per Rollenprüfstand erzeugten Fahrgeschwindigkeit von bis zu 250 km/h.

Ebenfalls auf thermische Betriebssicherheit ausgerichtet ist der Thermowindkanal, der zwar nur den Temperaturbereich von +20 bis +45 °C abdeckt, dafür aber Höchstgeschwindigkeiten von 280 km/h ermöglicht.

 

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BMWs Energie- umwelttechnisches Versuchszentrum

BMW hat in München ein neues Versuchszentrum eröffnet, in dem viele sonst auf der Straße stattfindenden Fahrversuche unter reproduzierbaren Bedingungen durchgeführt werden können.