Diesel-Betrug BGH spricht VW-Kunden Schadensersatz zu

Hat Volkswagen die Märkte zu spät über den Diesel-Betrug informiert? Das Musterverfahren, das heute in Braunschweig eröffnet wird, soll Klarheit schaffen.

Käufer manipulierter Dieselautos können ihr Fahrzeug zurückgeben und von VW den Kaufpreis teilweise zurückverlangen. Das urteilte heute der Bundesgerichtshof. Das Urteil dürfte Signalwirkung für tausende andere Verfahren haben.

VW-Kunden steht im Dieselskandal grundsätzlich Schadensersatz zu. Der Bundesgerichtshof bestätigte in einem ersten Prozess ein Urteil, mit dem einem Kunden des Herstellers Schadensersatz zugesprochen worden war. Er muss sich jedoch die Nutzung des Wagens anrechnen lassen.

Laut BGH hat VW seine Kunden vorsätzlich sittenwidrig geschädigt. In der Verhandlung vor knapp drei Wochen hatten die Richter bereits durchblicken lassen, dass es auf so etwas hinauslaufen würde.