Energie-Management Batterien – ausfallsicher von der Arktis bis zur Sahara

Seit 08.September 2011 ist es amtlich: Die Europäische Kommission beschloss, dass ab 2015 in allen Neuwagen ein automatisches Notrufsystem eingebaut sein muss, das so genannte eCall. Im Rahmen dessen müssen die Batterien auch bei harten Umgebungsbedingungen voll funktionsfähig sein. Der Artikel zeigt, wie herkömmliche Batterien verbessert werden müssen, um die Anforderungen von eCall zu erfüllen.

Das europäische eCall  oder ähnliche Initiativen, wie OnStar in Nordamerika sowie bCall (breakdown call – zu Deutsch Pannenhilferuf), sollen in den nächsten Jahren vielerorts eingeführt damit. Ziel ist es, die Zahl der Verkehrstoten zu senken und die Schwere der Unfallfolgen zu minimieren. Von der Funktionsweise her sind diese Systeme ähnlich aufgebaut: Bei eCall verfügt ein Modul im Fahrzeug über die Fähigkeiten zur Mobilfunk-Kommunikation und zur GPS-Ortung. Wenn im Fahrzeug vorhandene Sensoren, beispielsweise Airbag-Sensoren, registrieren, dass das Fahrzeug an einer Kollision beteiligt ist, lösen sie einen Anruf des Moduls über die Notrufnummer 112 bei der Notrufzentrale aus (Bild 1).

Mit diesem Anruf erhält die Notrufzentrale Angaben zum exakten Standort mit Fahrtrichtung und Fahrzeugtyp sowie grundlegende Informationen zur Identifizierung und zur Diagnose des Fahrzeugs. Die Mitarbeiter in der Notrufzentrale versuchen, mit den Insassen zu sprechen, um den Schweregrad des Unfalls zu bestimmen. Falls es keine Antwort aus dem Fahrzeug gibt, werden die Rettungsdienste – Rettungswagen, Feuerwehr, Polizei – sofort zum Unfallort entsandt. Die Fahrzeuge sind im Innern mit einer Notruftaste ausgestattet, über die sich ein eCall auch manuell auslösen lässt. Das kann beispielsweise durch Insassen eines fremden Fahrzeugs geschehen, die den Unfall beobachtet haben. Auf Grund der genauen Kenntnis des Unfallorts können die Rettungsdienste entscheidend schneller am Unfallort eintreffen. Diese Zeitersparnis kann Leben retten.