Kostensenkung: Autoliv schließt vier Werke

Aufgrund der rückläufigen Produktion in der Automobilindustrie hat sich Autoliv dazu entschlossen vier Werke in Tunesien, Mexico, Frankreich und Deutschland zu schließen.

Aus Gründen der Kostenkonsolidierung und Anpassung der aktuellen Diskrepanz zwischen Produktionskapazitäten und Absatz hat sich der schwedische Automobilzulieferer dazu entschlossen vier Produktionsstätten in Tunesien, Mexiko, Frankreich und Deutschland zu schließen. Im Zuge dessen hat Autoliv damit begonnen, die die bestehende Fertigung für Lenkradsysteme im mexikanischen Querétaro mit dem erst kürzlich erworbenen Werk in Matamoros (ebenfalls in Mexiko), in dem ebenfalls Lenkradsysteme produziert werden, zu verschmelzen.

Die Anpassung auf dem nordamerikanischen Automobilmarkt soll bereits in den nächsten Monaten abgeschlossen sein. Die 500 Mitarbeiter des Werks für Lenkradsysteme in Querétaro will Autoliv auf die neue Fertigungsstätte in Matamoros sowie auf seine zwei weiteren Werke in Querétaro verteilen und so betriebsbedingte Kündigungen vermeiden. Im Frankreich hingegen werden rund 140 Mitarbeiter der im Januar 2009 erworbenen Produktionsstätten des französischen Lenkradherstellers NPC ihren Arbeitsplatz verlieren.

Zudem passt Autoliv seine Produktionskapazitäten für Sicherheitsgurtsysteme an. Das Werk in Tunesien wird ebenfalls geschlossen. Den Großteil der Sicherheitsgurtfertigung übernimmt Autoliv Turkei. Dadurch verlieren rund 650 Beschäftigte in Tunesien ihren Arbeitsplatz. Als weitere Konsolidierungsmaßnahme optimiert der schwedische Zulieferer sein Logistikzentrum für Lenkradsysteme in Deutschland, wodurch rund 32 Arbeitnehmer ihre Beschäftigung verlieren.

»Dies ist ein weiterer schwieriger Schritt unseres Konsolidierungsplans. In der sehr stark durch Konkurrenzdruck geprägten Automobilindustrie müssen wir beständig unsere Konkurrenzfähigkeit verbessern und die bestehenden Produktionskapazitäten den Gegebenheiten des Marktes anpassen«, erklärt Jan Carlson, President und CEO von Autoliv. »Wir arbeiten zudem eng mit den verschiedenen Regierungen, Verbänden und Gewerkschaften zusammen, um die Betroffenen dieser Anpassungsmaßnahmen zu unterstützen«.