Unfallforschung Audi kooperiert mit Chirurgen-Vereinigung

Die Audi AG plant eine Forschungskooperation mit der internationalen Chirurgen-Vereinigung "Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthese-Fragen" (AO-Foundation). Ergebnisse der gemeinsamen Aktivitäten sollen in die Entwicklung künftiger Sicherheitssysteme einfließen.

Die international tätigen Mediziner befassen sich mit Osteosynthese-Fragen, also der operativen Versorgung von Knochenbrüchen und anderen Knochenverletzungen etwa mit Implantaten. "Der Austausch mit der AO-Foundation wird sehr wertvoll für die Entwicklung von Sicherheitssystemen in unseren Modellen", erklärt Dr. Miklos Kiss, Koordinator in der Audi-Unfallforschung.

In gemeinsamen Fallbesprechungen untersuchen die beteiligten Disziplinen der Audi Accident Research Unit (AARU) jeden Unfall von der Ursache über den Hergang bis zu den Folgen. Die Ergebnisse fließen in kodierter und anonymisierter Form in die AARU-Datenbank ein, wo sie für weitere Auswertungen, Statistiken, Analysen und spezielle Anfragen zur Verfügung stehen.

Die AARU ist eine Forschungsgemeinschaft zwischen dem Klinikum der Universität Regensburg, dem bayerischen Innenministerium und Audi, deren Ziel es ist Unfallabläufe zu verstehen, die allgemeine Verkehrssicherheit zu steigern und die Erkenntnisse in die Entwicklung neuer Audi-Modelle, beispielsweise für Assistenzsysteme, einfließen zu lassen.

Die AO-Foundation wurde 1959 in der Schweiz gegründet und hat ihren Sitz in Davos. Aktuell unterhält die Non-Profit-Organisation Forschungsräume und Labors für ca. 200 Wissenschaftler. Die Forschung konzentriert sich auf biomechanische Themen und die Entwicklung und Erforschung innovativer Implantate.