Sicherheit Audi eProduction: Hochvoltbatterien sicher montieren

Besserer Schutz und mehr Sicherheit bei der Montage von Hochvoltbatterien – das sind die ersten Ergebnisse von Audi eProduction. In diesem Forschungsprojekt erarbeitet der Automobilhersteller mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft Know-how für die Produktion von Batteriesystemen und ihren Einsatz in Elektrofahrzeugen

Vor kurzem konnte das Forscherteam in Ingolstadt ein Qualifizierungskonzept für Mitarbeiter in der Batteriemontage präsentieren. Während die Spannung einer einzelnen Batteriezelle für Menschen ungefährlich ist, werden in der Montage viele Zellen zu großen Modulen verbunden. Dabei erhöht sich die elektrische Spannung erheblich. Das Konzept definiert die daraus resultierenden Sicherheitsanforderungen und stellt Vorgaben zum Schutz der Produktionsmitarbeiter auf. Einer der Vorteile ist, dass sich diese nicht nur in der Automobilindustrie, sondern branchenübergreifend anwenden lassen. Große Fortschritte erzielte das Forscherteam auch bei der elektrischen Kontaktierung, dem Zusammenfügen der Batteriemodule. Bisher wurden diese von Mitarbeitern per Hand verschraubt. Zukünftig lassen sich die Zellen durch Laser- oder Ultraschallschweißen verbinden – ohne direkten Kontakt der Mitarbeiter mit der Batterie. Außerdem lassen sich Lithium-Ionen Zellen auf diesem Weg effizienter und auf deutlich kleinerem Raum einsetzen. Neben der Sicherheit für Produktionsmitarbeiter ist auch deren Gesundheit ein zentraler Aspekt des Projekts: Neu entwickelte Virtual-Reality-Verfahren simulieren in der Planungsphase des Fertigungsprozesses jeden Handgriff und jede Bewegung. Dadurch kann Audi die Abläufe digital überprüfen und nach ergonomischen Gesichtspunkten optimieren. Das BMBF fördert eProduction über einen Gesamtzeitraum von drei Jahren.