Eine Erfolgsformel in der Automobilelektronik ASSPs plus FPGA

Die Frage nach der besten Lösung für eine bestimmte Anwendung wurde schon tausendfach gestellt. Mikroprozessor, Mikrocontroller, digitaler Signalprozessor oder programmierbare Logikbausteine sind immer wieder gerne disktutierte Alternativen. Es gibt aber keine eindeutige Antwort...

Eine Erfolgsformel in der Automobilelektronik

Die Frage nach der besten Lösung für eine bestimmte Anwendung wurde schon tausendfach gestellt. Mikroprozessor, Mikrocontroller, digitaler Signalprozessor oder programmierbare Logikbausteine sind immer wieder gerne disktutierte Alternativen. Es gibt aber keine eindeutige Antwort auf diese Frage. Die optimale Lösung kann auch eine Kombination aus verschiedenen Techniken sein, wie z.B. ASSP und FPGA, die es Automobil-OEMs ermöglichen, sehr schnell neue Innovationen zu kreieren und dabei die Chipkosten zu senken.

Laut Marktforscher Strategy Analytics steigt der Elektronikanteil im Automobil in Abhängigkeit der Region durchschnittlich um 4 bis 10 % pro Jahr. Diese Entwicklung wird das Wachstum der für den Automobileinsatz qualifizierten Halbleiter weit über das Wachstum der Automobilproduktion anheben. Für Europa wird eine Steigerung der Nachfrage nach Automobilhalbleitern zwischen 2006 und 2011 um jährlich durchschnittlich 7,1 % prognostiziert. Sicherheitsfunktionen und Fahrer-Informations-Systeme, Infotainment eingeschlossen, sollen noch schneller wachsen, und zwar mit 15,3 beziehungsweise 7,9 %.

Sicherheitsanwendungen schließen die Erkennung des toten Winkels, Warnsysteme bei unbeabsichtigtem Verlassen der Fahrspur, Abstandswarnungs- und Nachtsichtgeräte mit ein. Diese vier Anwendungen werden auch den Fahrer-Assistenz-Systemen zugerechnet. Fahrer-Informations-Systeme beinhalten z.B. Head-up-Displays, Navigations- sowie weitere Infotainment- und Kommunikationssysteme. Beide, die Sicherheits- und die Fahrer-Informations-Bereiche, zeichnen sich durch steigende Komplexität und das Streben nach Differenzierung aus.

Sicherheitsanwendungen sind komplex, weil sie die sich ständig ändernden Bedingungen auf der Straße analysieren und darauf reagieren müssen. Sicherheitsanwendungen erfordern üblicherweise einen oder mehrere Sensoren einschließlich Radar oder bildverarbeitende Systeme. Die Entwickler solcher Systeme müssen sicherstellen, dass die Applikationen einwandfrei und zuverlässig unter allen Umgebungsbedingungen funktionieren. Deshalb müssen diese Entwicklungen auch umfassend geprüft werden, was die Designkomplexität noch weiter steigert.

Bei Navigations- und Infotainment-Systemen wird die Komplexität von externen Faktoren anderer Art gesteigert. Tatsächlich sind Navigationssysteme wie GPS und Infotainmentsysteme für das Automobil essenzielle Erweiterungen der Konsumelektronik, sind vom persönlichen Geschmack abhängig und werden deshalb von den Anbietern auch in vielfältigen Konfigurationen angeboten. Des Weiteren müssen diese Geräte für zukünftige Standards ausgelegt sein oder zumindest auf diese adaptiert werden können. Das Überbrücken der Kluft zwischen der Konsumelektronik und der automobilen Elektronikwelt ist eine ständige Herausforderung für alle Mitglieder der Entwicklergemeinde für Automobilelektronik: die OEMs, Tier-1s und Halbleiterhersteller gleichermaßen.