Abwrackprämie senkt ESP-Ausstattungsrate

Eine Untersuchung des Automobilzulieferers Bosch für das erste Halbjahr 2009 hat gezeigt, dass - speziell im Kleinstwagenbereich - die ESP-Ausstattungsrate von 33 auf 19 Prozent zurückgegangen ist. In Deutschland liegt die ESP-Ausstattungsrate über alle Fahrzeugklassen bei 78 Prozent.

Wie die vorliegenden Daten zeigen, sank die ESP-Ausstattungsrate im ersten Halbjahr 2009 auf 78 Prozent, das sind drei Prozentpunkte weniger als im Gesamtjahr 2008. Maßgebliche Ursache ist der in diesem Zeitraum stark gestiegene Verkauf kleiner, meist nur gering ausgestatteter Fahrzeuge. So sank der ESP-Anteil im Segment mit dem größten Volumenzuwachs, der Klasse der Kleinstwagen, von 33 auf 19 Prozent.

 Bereits für die nächsten Monate ist Bosch aber wieder zuversichtlich. So haben 2009 mehrere Hersteller ESP bei neuen Modellen erstmals in die Serienausstattung aufgenommen. Vom November 2011 an greift zudem eine 2009 verabschiedete EU-Regelung, nach der alle neuen Pkw- und Nutzfahrzeugmodelle mit dem aktiven Sicherheitssystem ausgestattet sein müssen. Von November 2014 an gilt dies für alle Neufahrzeuge.

In nahezu allen anderen europäischen Ländern stieg die ESP-Quote auch im ersten Halbjahr 2009 weiter, beispielsweise um je vier Prozentpunkte in Italien auf 55 Prozent und in Spanien auf 69 Prozent. Einzig Frankreich hat wie Deutschland einen Rückgang zu verzeichnen. Ursache dort ist eine staatliche Regelung zur Förderung von Fahrzeugen, die weniger als 120 Gramm CO2 pro gefahrenem Kilometer ausstoßen. Auch diese kam überwiegend gering ausgerüsteten Kleinfahrzeugen zugute.