Infineon 16-bit-Mikrocontroller bringen Echtzeit in den Low-End-Bereich

Infineon Technologies hat seine 16-bit-Mikrocontroller-Familie XE166 um die Serien XE16xU und XE16xLerweitert, die hohe Rechenleistung und Echtzeitfähigkeit mit niedrigen Kosten verbinden.

Die neuen Serien wurden für speziell für eine kostengünstige Regelung von Gleichstrommotoren, beispielsweise BLDC-Motoren, entwickelt. In dieser Anwendung sollen sie leistungsfähige 8-bit-Controller oder Low-End-DSPs ersetzen. Die XE16xL- und XE16xU enthalten deshalb eine effiziente MAC-Einheit für DSP-Operationen sowie leistungsfähige Peripheriemodule. Hierzu zählen beispielsweise ein 12-bit-A/D-Wandler mit bis zu 19 Kanälen und einer Wandlungszeit kleiner 1 µs. Über eine Capture/Compare-Einheit lassen sich Dreiphasenmotoren antreiben.

Die Rechenleistung der beiden neuen Serien liegt im Bereich bis 80 MIPS, sie enthalten zwischen 32 und 160 Kbyte Flash-Speicher und bis zu 12 Kbyte RAM. Die bis zu vier USICs (Universal Serial Interface Channels), können als UART, LIN, SPI, IIC oder IIS konfiguriert werden. Die Bausteine sind in verschiedenen Gehäusen mit 38, 43 oder 64 Pins verfügbar und sind aber hinsichtlich Software und Peripherie kompatibel.

Die wesentlichen Unterschiede zwischen den XE16xL- und XE16xU-Bausteinen sind die maximale Flash-Kapazität (XE16xL: 160 Kbyte; XE16xU: 64 Kbyte), der 12-Bit-A/D-Wandler (XE16xL: 19; XE16xU: 10 Kanäle), die PWM-Einheiten (XE16xL: 2; XE16xU: 1) und die USICs (XE16xL: max. 4; XE16xU: max. 2). Außerdem bieten die XE16xL-Mikrocontroller ein MultiCAN-Modul (2 Knoten, 32 Message Objects).

Die neuen Derivate XE160FU (TSSOP-38), XE161FU (QFN-48), XE161FL (QFN-48) und XE162FL (QFP-64) sind für den Temperaturbereich von -40 bis 125 °C spezifiziert. Entwicklungsmuster beider neuer Serien sind verfügbar, die Volumenfertigung ist für das dritte Quartal 2011 geplant.