Formel E Optimale Rennvorbereitung dank Fahrsimulatoren von VI-grade

Bei der Formel E fehlt die Zeit, die Rennfahrzeuge ausführlich vor Ort zu testen. Daher findet die Rennvorbereitung auch am Fahrsimulator statt.
Bei der Formel E fehlt die Zeit, die Rennfahrzeuge ausführlich vor Ort zu testen. Daher findet die Rennvorbereitung auch am Fahrsimulator statt.

Die fünfte Saison der Formel E setzte mit einem spannenden Finale in New York ihren Schlusspunkt. Doch bevor die Boliden auf der Strecke gingen, war viel virtuelle Entwicklungs- und Vorbereitungsarbeit notwendig – und zwar mit den Fahrsimulatoren von VI-grade.

13 Rennen mit 9 verschiedenen Siegern aus 8 unterschiedlichen Teams hielten die Spannungskurve bis zum Showdown in New York vergangene Woche konstant aufrecht. Jean-Eric Vergne gewann zum zweiten Mal in Folge die elektrische Rennserie; sein Team, DS Techeetah, gewann den Teamtitel. Es folgten auf den Plätzen Vize-Meister Audi Sport Abt Schaeffler und Envision Virgin Racing. Alle drei Siegerteams nutzen eine Kombination aus VI-grades statischen und dynamischen Fahrsimulatoren zur Vorbereitung auf die Rennen.

»Die Rennvorbereitung für diese Saison fand zu fast 100 Prozent auf unserem dynamischen Fahrsimulator von VI-grade statt. Er ist ein entscheidendes Werkzeug für unsere Ingenieure, um vor dem Rennen zu experimentieren und die optimale Energiebilanz zu ermitteln. Auf der Strecke gibt es dafür später nur begrenzt Zeit«, erklärte Joachim Hausner, Koordinatior Fahrsimulator bei Audi Motorsport. »Auch nach dem Rennen nutzen wir den Fahrsimulator, um unsere Leistung im Rennen zu bewerten und einige Parameter zu überprüfen.«

»Alle Formel-E-Rennen sind eintägig. Somit fehlt den Teams die Zeit, erst vor Ort das Fahrzeug-Setup zu ändern oder gar das Auto direkt auf der Rennstrecke zu testen«, so Diego Minen, Chief Technical Officer, VI-grade. »Der enge Zeitplan zwingt die Hersteller, sich auf Fahrsimulationstechnologien zu verlassen.« Er betont aber auch: »Die Formel E stellt uns aus unterschiedlichen Gründen vor neue Herausforderungen in der Entwicklung von Fahrsimulator-Technologien. Das hohe Drehmoment bei niedriger Drehzahl und spezielle Bremsstrategien zur Energierückgewinnung unterscheiden E-Fahrzeuge stark von den Boliden anderer Formel-Serien. Das heißt, sie beschleunigen und bremsen anders. Das wiederum führt zu einer Reihe neuer Herausforderungen für unsere Multi-Cueing-Technologie, die das Fahrergefühl, d.h. die Kombination von Bewegungsplattform und Körperkontakt mit aktiven Sicherheitsgurten, exakt abbildet. Weiterhin gilt es, die im Fahrzeug gespeicherte Energie sehr sorgfältig zu managen, um die Batteriereichweite bis zum Ziel voll auszuschöpfen. Etwaige Unterschiede der Strecke vor Ort gegenüber den bereitgestellten FIA-Trackdaten führen dazu, dass in letzter Minute auch Änderungen am virtuellen Grafikmodell vorgenommen werden müssen. Mit unserer Technologie sind wir in der Lage, diese Anforderungen zu erfüllen. In enger Zusammenarbeit mit den Rennteams erzielen wir sehr realistische Ergebnisse – selbst bei so späten Anpassungen.«