MicroNova und Carts Neue Generation von HiL-Simulatoren

Erweiterte Vernetzungsmöglichkeiten, größere Modularität und gesteigerte Echtzeitfähigkeiten sind die Kernmerkmale der neuen Hardware-in-the-Loop-Simulatoren von MicroNova und Carts.

Die Schwesterunternehmen haben für die Entwicklung der neuen Produktplattform ihre Kompetenzen gebündelt. Die neue Generation von Hardware-in-the-Loop-Simulatoren (HiL) eignet sich für Testing-Anwendungen wie die Batteriesimulation sowie für klassische Einzel- und Verbundtests in allen Fahrzeugdomänen. Die NovaCarts 4.0 genannte Plattform führt die beiden, bislang getrennten Produktlinien NovaSim und NovaCarts zusammen. Zu den zentralen Verbesserungen zählt der neue Ethernet-basierte I/O-Bus, der die I/O-Performance und Skalierbarkeit der HiL-Systeme erhöht: Das verwendete Gigabit-Ethernet bietet eine signifikant höhere Geschwindigkeit und Bandbreite als andere Bus-Systeme. Dadurch soll es praktisch keine relevante Obergrenze bei der Anzahl der verbundenen I/Os geben. So sind beliebige Aufbaugrößen möglich.

Durch das neue „Plug & Play“-Prinzip bei I/O-Änderungen können Testingenieure die Systeme innerhalb kurzer Zeit für andere Projekte umrüsten und in Betrieb nehmen. Bei Bedarf lassen sich die HiL-Simulatoren so auch schnell an zukünftige Anforderungen anpassen. Gleichzeitig bleibt NovaCarts dem Ansatz treu, die Steuergerätesignale möglichst nahe am Prüfling zu erzeugen. Dadurch lassen sich fast beliebige Leitungslängen ohne Einbußen bei der Signalqualität realisieren.

Dank der Funktionalitäten des neuen Standards „XIL API 2.0.2“ können Automobilhersteller und -zulieferer die Prüfstände deutlich einfacher und schneller mit Fremdsystemen vernetzen und so nahtlos in heterogene Prüffelder einbinden. Neben der XIL-API verfügen die HiL-Systeme über weitere, offene und standardisierte Schnittstellen. Diese ermöglichen beispielsweise die Synchronisation in Echtzeit mit anderen entsprechenden Systemen (Realtime Targets). Auch der Datenaustausch mit simulierten Steuergeräten zählt zum Leistungsspektrum.

Beide Unternehmen haben bei der Entwicklung besonderes Augenmerk auf innovative Anwendungsbereiche gelegt, darunter beispielsweise die Themen „induktives Laden“ oder „autonomes Fahren“. Neben einer Testlösung für induktive Ladesysteme sind dabei unter anderem eine Hochvolt-Leistungsemulation (Norm: LV 123) sowie Simulationsmodelle für Lidar-Systeme entstanden. Auch Radar-Systeme stehen im Fokus der Entwicklung. Für den Test etablierter Antriebssysteme stehen neue Sensor- und Aktuator-Simulationen zur Verfügung. Darüber hinaus ermöglicht NovaCarts 4.0 elektrisch komplexe Simulationen für Piezo-Injektoren, die einzeln betrieben oder in Motor-Prüfstände integriert werden können.