Modellbasierte Entwicklung von Infotainment-Systemen MOST-Modellierung

Die Entwicklung eines Infotainment-Systems für Fahrzeuge stellt eine Herausforderung für sich dar. Komplexe Funktionen und die zeitnahe Umsetzung von Innovationen erfordern einen effizienten Entwicklungsprozess. Der modellbasierte Entwicklungsansatz...

Modellbasierte Entwicklung von Infotainment-Systemen

Die Entwicklung eines Infotainment-Systems für Fahrzeuge stellt eine Herausforderung für sich dar. Komplexe Funktionen und die zeitnahe Umsetzung von Innovationen erfordern einen effizienten Entwicklungsprozess. Der modellbasierte Entwicklungsansatz hat sich in diesem Bereich als Mittel der Wahl erwiesen. Nachfolgend stellt Berner & Mattner in Zusammenarbeit mit dem Team „Software für I-&-K-Komponenten“ der BMW Group einen vollständig modellbasierten Entwicklungsansatz für MOST-Steuergeräte von der Spezifikation bis zum Integrationstest vor.

Von Markus Maier und Marcus Freitag

Ein innovatives Infotainment-System besteht aus einer Vielzahl von Steuergeräten, welche bei BMW über den optischen MOST-Bus (Media Oriented Systems Transport) miteinander verbunden sind. Die Infotainment-Funktionen werden dabei auf einzelne MOST-Funktionsblöcke abgebildet, welche auf einem oder mehreren Steuergeräten abgebildet werden. Ein Funktionsblock enthält dabei alle Eigenschaften, Methoden und Ereignisse, die zur Konfiguration oder zum Starten eines Vorgangs notwendig sind. Bei der Wiedergabe eines Liedes von einem CD-Spieler spielen z.B. die Funktionsblöcke der Head-unit, des Audio-Verstärkers und des Audio-CD-Spielers eine Rolle (Bild 1).

Essentiell für die Korrektheit eines Infotainment-Systems ist eine hinreichend spezifizierte Kommunikation zwischen den Steuergeräten. Spezifiziert werden die Kommunikationsabläufe zwischen den Steuergeräten häufig mit Sequenzdiagrammen, welche jeweils für sich einen Anwendungsfall beschreiben. Das Sequenzdiagramm für das oben beschriebene Beispiel ist in Bild 2 zu sehen. Da sich nicht alle möglichen Anwendungsfälle im Vorfeld beschreiben lassen (manche ergeben sich erst durch das Zusammenspiel aller Komponenten im realen System), decken diese Sequenzdiagramme nur einen Teil der möglichen Abläufe ab.