ECU Interface Manager Entwicklung von Steuergeräte-Funktionen beschleunigen

Mit dem ECU Interface Manager von dSpace lassen sich bei der Funktionsentwicklung mit der Bypass-Methode Funktionsfreischnitte in den kompilierten Steuergeräte-Hex-Code intuitiv und schnell einfügen. Auf diese Weise ist die inkrementelle Entwicklung von Steuergeräte-Funktionen möglich.

Zugriff ist weder auf den Quellcode noch auf die Build-Umgebung der Steuergeräte-Software notwendig. Der ECU Interface Manager übernimmt das, was bisher Aufgabe des Steuergeräte-Zulieferers war, nämlich die Integration der Bypass-Services und der Service-Aufrufe (Freischnitte). Dadurch lässt sich der Prozess verschlanken und die Entwicklung von Steuergeräte-Funktionen beschleunigen.

Der ECU Interface Manager unterstützt sowohl internes Bypassing (On-Target Prototyping) als auch externes Bypassing. Beim internen Bypassing werden freie RAM- und Flash-Speicherbereiche im Steuergerät für die Implementierung der Regelalgorithmen genutzt. Beim externen Bypassing kommt ein Rapid-Prototyping-System für die Entwicklung der Algorithmen zum Einsatz. Ein Wechsel zwischen beiden Methoden ist ohne Änderungen am Reglermodell möglich.

Das Tool analysiert den Steuergeräte-Hex-Code und die entsprechende Steuergeräte-Beschreibungsdatei (A2L). Es ermittelt Funktionsaufrufe, Lese-/Schreibzugriffe auf Steuergeräte-Variablen sowie bedingte Verzweigungen in der Steuergeräte-Software. Mit einer Konfigurationsdatei spezifiziert der Steuergeräte-Zulieferer, welche Informationen tatsächlich im ECU Interface Manager angezeigt werden. Durch die intuitive Benutzeroberfläche können Entwickler, die Freischnitte schnell und einfach an der gewünschten Position einfügen. Detaillierte Kenntnisse der Steuergeräte-Software sind hierfür nicht erforderlich. Auf Knopfdruck generiert der ECU Interface Manager eine neue HEX- und A2L-Datei mit den integrierten Freischnitten. Derzeit ist der ECU Interface Manager für Steuergeräte mit TriCore-Mikrocontroller von Infineon erhältlich. Weitere Mikrocontrollerfamilien sollen in Kürze unterstützt werden.