Entwicklung von Automobilelektronik Capital-Software unterstützt jetzt E/E-Systeme

Siemens hat seine Entwicklungstool Capital um Funktionen zur Entwicklung von E/E-Systemen erweitert. Entwickler können modelbasierte, integrierte End-to-End-Prozesse realisieren, es werden automobile Softwarearchitekturen, Kommunikationsnetzwerke und AUTOSAR kompatible Embedded Software unterstützt.

Die Entwicklung und Verifikation von integrierten Schaltkreisen oder ICs in der Automobilindustrie soll vom Design, über die Fertigung bis hin zum Service einfacher werden. Siemens Digital Industries Software hat aufbauend auf den Funktionen seiner Capital-Software das Portfolio nun um Entwicklungsfunktionen für E/E-System- und Softwarearchitekturen, Netzwerkkommunikation und für Embedded Software erweitert. Innerhalb des bestehenden Xcelerator-Angebotes ist die neue Lösung auch in das Teamcenter-Lebenszyklus-Tool, die NX-Software für Mechanisches Design und die Mendix Low-Code-Entwicklungsumgebungen integriert.

 

 

Von der Anforderung bis zur Validierung

Moderne E/E-Systeme zeichnen sich durch eine potenzierte Komplexität aus und sind auf integrierte elektrische, elektronische und Softwaresysteme angewiesen, wobei sie zugleich eine robuste Verifizierung und Rückverfolgbarkeit erfordern. Um diese vernetzten Herausforderungen zu meistern, wird mit der Capital-Erweiterung laut Siemens eine integrierte End-to-End-Unterstützung integrierter modellbasierter Design-, Fertigungs- und Servicebereiche erlangt. Mit der systemweiten Sicht über ihre Produkte sollen Kunden die Qualität steigern und die Kosten durch einen besseren teamübergreifenden Prozess-Flow senken können. Mit der ganzheitlichen Integration in bereits verfügbare Siemens-Planungstools kann ein umfassender digitalen Zwillings des gesamten Produkts erstellt werden, Anforderungsmanagement, Multi-Domain-Funktionsmodellierung, Software-Simulation, Application Lifecycle Management und Simulation von Fertigungsanlagen inklusive.

Automobilelektronik ganzheitlich entwickeln

Laut Siemens sollen Kunden mit der neuen Software-Lösung insbesondere die Herausforderungen für die Entwicklung von autonomen und elektrischen Produkte zur Marktreife mit modellbasierten Engineering-Lösungen bewältigen können.

Automobilunternehmen können die Entwicklung von E/E-Systemen nutzen, um Fahrzeugplattformen zu entwickeln, wobei von architektonischen Entwürfen über Designumsetzung, Fertigung bis zur Wartung das gesamte Spektrum der elektrischen und Software-Herausforderungen abgedeckt wird. Luft- und Raumfahrtunternehmen können jetzt diesen architektonischen Ansatz nutzen, um ihr Programmrisiko zu minimieren und gleichzeitig die Compliance zu gewährleisten.

Der digitale Zwilling zielt auf die frühzeitige Simulation und Verifizierung ab, wodurch eine schnellere Produktentwicklung, eine höhere Produktqualität und eine kürzere Markteinführungszeit erreicht werden könnte. Der modellbasierte Ansatz von Capital ermöglicht ein hohes Maß an Automatisierung und Datenkontinuität über einen digitalen Thread, der Produktoptimierung, -realisierung und -zertifizierung miteinander verbindet. Capital unterstützt nicht nur einen End-to-End-Flow, sondern kann sich auch flexibel an spezifische Kundenbedürfnisse anpassen, individuelle Arbeitsweisen unterstützen und die erforderlichen Industriestandards als Teil eines offenen Ökosystems unterstützen.