Effizienzsteigerung mit dem Testwerkzeug Masic Bosch vereinfacht die Diagnoseentwicklung

Absicherung und Validierung sind elementare Prozesse in der Software-Entwicklung für Motorsteuergeräte. Die Bosch Engineering GmbH sucht dabei nach Konzepten, um die entsprechenden Testmethoden weiter zu verbessern und damit deren Effizienz zu steigern. Das nachfolgend vorgestellte Testwerkzeug Masic wurde zur Optimierung der Tests in der Diagnosekommunikation entwickelt. Es baut auf bereits vorhandenen Werkzeugen auf und lässt sich einfach in die Entwicklung und Teststrategie integrieren. Der Einsatz von Masic in den Projekten bei Bosch Engineering führt zu einer merklichen Effizienzsteigerung in der Diagnosekommunikation.

Seit 30 Jahren ist die Elektronik der Schlüssel für mehr Sicherheit, Sauberkeit, Energieeffizienz und Komfort in Fahrzeugen. Sie gewinnt einen immer größeren Anteil an der Wertschöpfung, sie verleiht den Fahrzeugen mehr Intelligenz, und dabei wird sie immer leistungsfähiger und kleiner. Parallel stieg die Zahl der im Fahrzeug verbauten Aktoren und Sensoren. Mit der Anzahl und Komplexität der elektronischen Komponenten nimmt aber auch die Zahl der Störquellen im Fahrzeug zu. Die heutigen Elektroniksysteme mit leistungsfähigen Steuergeräten erfordern deshalb umfassende Diagnosekonzepte, die die Zuverlässigkeit dieser Systeme absichern. Ein leistungsfähiges Dia­gnosekonzept muss daher Störquellen ausschließen, bzw. auf vorhandene Störungen sicher mit Ersatzfunktionen reagieren. Die Zuverlässigkeit der Diagnosefunktionen und -dienste trägt damit maßgeblich zur Stabilität und Ausfallsicherheit des Fahrzeugsystems bei.

Je umfangreicher die Diagnose im Fahrzeug ist, desto größer sind die Anforderungen an die Diagnosekommunikation. In der Werkstatt werden die Diagnosedienste für die Fehlersuche und Wartung des Fahrzeugs eingesetzt, um Störungen möglichst schnell und eindeutig zu identifizieren. Eine Fehlinformation oder Fehldiagnose kann hierbei zu hohen Kosten und Unzufriedenheit des Kunden führen. Im Lebenszyklus eines Fahrzeuges werden Diagnosedienste jedoch nicht nur in der Werkstatt benötigt. Sie spielen bereits zum Zeitpunkt der Fahrzeugfertigung eine wichtige Rolle. Beispielsweise werden die End-of-Line-Tests (EOL-Tests) bei der Erstinitialisierung der neu im Fahrzeug verbauten Komponenten genutzt. Hierzu gehören neben der Software-Programmierung auch Tests von Aktoren oder die Anpassung der Software im Steuergerät an die Ausstattungsvariante des Fahrzeugs. Beispiele hierfür sind die Programmierung der Logistikdaten der Fahrzeuge oder die Aktivierung der Wegfahrsperre. Wird ein Fehler im Diagnosesystem in der Entwicklungsphase nicht erkannt, kann dies weitreichende Auswirkungen haben (z.B. Stillstand der Produktion bei nicht funktionierenden EOL-Tests oder eine erschwerte Fehlersuche in der Werkstatt).

Aus diesen Gründen sind systematische Tests zur vollständigen Überprüfung der Diagnosedienste während der Entwicklungsphase unerlässlich. Das immer umfangreichere Datenaufkommen erschwert jedoch die Tests und verursacht hohe Kosten in der Entwicklung. Ein wichtiger Beitrag, um die Entwicklungskosten zu begrenzen und dennoch die erforderliche Testqualität und -tiefe beizubehalten, ist die Verwendung automatisierter Tests. Schon heute besteht durch ISO-Standards in der Fahrzeugdiagnose (UDS: ISO 14229, ODX: ISO 22901) die Möglichkeit, die Tests sowie die Erstellung der Testfälle zu automatisieren.

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Effizienzsteigerung mit dem Testwerkzeug Masic

Absicherung und Validierung sind elementare Prozesse in der Software-Entwicklung für Motorsteuergeräte. Die Bosch Engineering GmbH sucht dabei nach Konzepten, um die entsprechenden Testmethoden weiter zu verbessern und damit deren Effizienz zu steigern.