AUTOSAR-konformes Entwickeln in und für Linux

Mit COQOS-tP stellt OpenSynergy ein neues Produkt aus seiner COQOS-Werkzeugkette vor, das es ermöglicht AUTOSAR-konforme Software-Komponenten auf einem Linux-Betriebssystem auszuführen.

Entwicklungsarbeiten an neuen Fahrzeugfunktionen lassen sich laut Sonck Thiebaut, CTO von OpenSynergy, typischerweise nicht auf automobiler Hardware sondern auf "Car-PCs" ausführen. Diese verschafften eine bequeme Entwicklungs- und Laufzeitumgebung. Somit würde Software für Automobilfunktionen in der Entwicklungsphase oft auf Betriebssystemen ausgeführt, die nicht den AUTOSAR-Anforderungen entsprechen, wie beispielsweise Linux. Die spätere Übertragung der Entwicklungsergebnisse in die Serienentwicklung erfordere dadurch einen zusätzlichen Entwicklungsaufwand, damit die Software-Komponenten den Spezifikationen von AUTOSAR entsprechen.

Eine Lösung zur Einsparung dieses Entwicklungsaufwandes stellt das Werkzeug COQOS-tP bereit, das eine AUTOSAR-konforme RTE und eine Adaptionsschicht zum Linux-Betriebssystem generiert. Zudem beihaltet COQOS-tP die übliche AUTOSAR-Basis-Software und unterstützt die von AUTOSAR definierten Konfigurationsformate. Dies ermöglicht AUTOSAR-konforme Funktionen direkt auf Betriebssystemen, wie Linux oder ähnlichen, zu implementieren und zu testen. Folglich lässt sich das Werkzeug bei der Entwicklung von Software für jede Art von automotiven ECUs einsetzen, soweit das Linux-Betriebssystem die Echtzeitanforderungen für die zu entwickelnde Funktion erfüllt.

»Mithilfe der COQOS-Werkzeugkette ist es möglich, in der Vorentwicklung einen Standard-Car-PC mit Linux einzusetzen und trotzdem AUTOSAR-kompatibel zu entwickeln«, erläutert Sonck Thiebaut. So lässt sich eine leichte Portierung für die Serienentwicklung realisieren, in der zum Beispiel eine echtzeitfähige Micro-OS-basierte COQOS-Lösung zum Einsatz kommt.