Continental und Pioneer Strategische Partnerschaft für neuartiges Nutzererlebnis

Neues Nutzererlebnis: Continental und Pioneer schließen strategische Partnerschaft
Neues Nutzererlebnis: Continental und Pioneer schließen strategische Partnerschaft.

Continental und Pioneer haben einen strategischen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Mit ihrer integrierten Infotainment-Lösung wollen die Unternehmen ein ganzheitliches Nutzererlebnis mit speziellem Fokus auf den asiatischen Markt schaffen.

Im Rahmen der Zusammenarbeit integriert Continental die komplette Infotainment-Subdomäne von Pioneer in seinen Hochleistungsrechner für Fahrzeugcockpits. Die Integration derart umfangreicher Software-Pakete in eine komplexe Gesamtlösung wie den Cockpit High Performance Computer (HPC) von Continental bietet Fahrzeugherstellern eine höhere Flexibilität bei der Entwicklung von Cockpit-Systemen. Um sowohl dem Trend zu einer zentralisierten Fahrzeugarchitektur zu entsprechen als auch der steigenden Software-Komplexität sowie dem rapide wachsenden Funktionsumfang im Cockpit gerecht zu werden, sind solche flexiblen Lösungen maßgeblich für künftige Entwicklungen.

Dazu bedarf es in Zukunft immer häufiger der strategische Zusammenarbeit mehrerer spezialisierter Partner. Mit der Integration der gesamten Infotainment-Domäne in ein ganzheitliches System demonstrieren beide Automobilzulieferer deutlich, wie flexibel und umfassend solche Kollaborationsmodelle im Bereich zentralisierter Cockpit-Systeme aussehen können. Pioneer mit Hauptsitz in Japan ist auf den Bereich Car-Entertainment spezialisiert und stellt diese Expertise für die Zusammenarbeit zur Verfügung. Continental bringt neben dem Cockpit HPC sein Integrations-Know-how in die Partnerschaft ein.

Ganzheitliche Benutzerschnittstelle

Die Mensch-Maschine-Schnittstelle im Fahrzeug bestand bisher im Kern aus zwei getrennten Bereichen, die auf zwei Displays realisiert wurden: die eigentliche Fahrerinformation im Kombiinstrument und das Mittelkonsolendisplay, das sich an Fahrer und Beifahrer wendet. Der Infotainment-Anteil war dabei auf das Mittelkonsolendisplay konzentriert. Mit der zunehmenden Vernetzung von Informationen, Diensten und Funktionen ist diese Architektur nicht mehr optimal geeignet. Stattdessen verschmelzen mit der Domänen-übergreifenden Lösung des Cockpit HPC sämtliche Anzeigen und Bedienelemente im Fahrzeug zu einer ganzheitlichen Benutzerschnittstelle.

Inhalte können dadurch unabhängig von Displaygrenzen dargestellt und individuell vom Nutzer angeordnet werden. In potenziell kritischen Situationen wird dabei sichergestellt, dass nur die Informationen priorisiert angezeigt werden, die im jeweiligen Moment wirklich benötigt werden. Einer Überforderung oder Ablenkung des Fahrers wird so entgegengewirkt. Im automatisierten Fahrmodus dagegen stehen auch dem Fahrer alle Dienste und Apps zur Verfügung, die sonst nur auf der Beifahrer-Seite zu finden sind. Möglich wird dieser Komfort und Sicherheitsgewinn durch eine Elektronikarchitektur, mit der ganz unterschiedliche Systeme und Betriebssysteme auf einer Hardware separiert und laufend aktualisiert bzw. ergänzt werden können. Dazu muss es möglich sein, Software aus vielen Quellen Hardware-unabhängig auf einem einzigen Hochleistungsrechner zu hosten. Für die Zusammenarbeit nutzen die beiden Partner genau diese Flexibilität der Continental Hochleistungsplattform.