Continental zeigt Bus-Cockpit auf IAA Modulares Konzept setzt auf digitale Displays

Das voll programmierbare 12,3-­Zoll TFT-­Display MultiViu Professional 12 zeigt verschiedene Kombiinstrumente und Informationen wie Kamerabilder an.
Das voll programmierbare 12,3-­Zoll TFT-­Display MultiViu Professional 12 zeigt verschiedene Kombiinstrumente und Informationen wie Kamerabilder an.

Continental stellt auf der IAA Nutzfahrzeuge seinen modularen Fahrerarbeitsplatz (mFAP) und bringt damit das Bus-Cockpit ins digitale Zeitalter. In Stadt- und Überlandbussen macht der mFAP den Arbeitsalltag von Busfahrern ergonomischer, komfortabler und sicherer.

Das Besondere an dem modularen Fahrerarbeitsplatz ist die Kombination aus bis zu drei Displays mit zwei frei konfigurierbaren Bedienfeldern. In der Basisausstattung zeigt das voll programmierbare 12,3-Zoll TFT-Display (MultiViu Professional 12) als zentrale Einheit verschiedene Kombiinstrumente und Informationen wie Kamerabilder an. Es wird von den Bedienfeldern rechts und links des Lenkrades ergänzt. Die relevanten Informationen und die wichtigsten Bedienfelder sind so leicht zu erfassen. Der Fahrer profitiert von dem Konzept, weil ihm nur die Informationen angezeigt werden, die er wirklich braucht und das auf Wunsch auch in seiner Muttersprache. Dadurch wird er nicht unnötig abgelenkt und kann sich ganz auf den immer stärker werdenden Straßenverkehr konzentrieren.

Wo beim Fahrbetrieb die Geschwindigkeit, der Ladestand oder die Navigation angezeigt wird, sind beim Haltestellenbetrieb die Türkameras und andere dann relevante Informationen zu sehen. Beim Rückwärtsfahren oder für Rundumkamera-Systeme kann das Display als Monitor genutzt werden und macht einen Extra-Bildschirm überflüssig. Warnleuchten erscheinen nur dann auf dem Display, wenn es Störmeldungen gibt. Zusätzlich können Pop-up-Meldungen eingeblendet werden, um den Fahrer in außergewöhnlichen Situationen zu warnen. Wie von bisherigen Modellen des Fahrerarbeitsplatzes gewohnt, lässt sich das System komplett in Höhe und Neigung verstellen. Das bedeutet für den Busfahrer ergonomische Arbeitsbedingungen. Ein Mehrwert, der sich auch bei der Suche nach neuen Fahrern positiv auswirken dürfte.

Universell einsetzbar

Die Bedienfelder sind über CAN-Bus verbunden und frei programmierbar. Das macht das System universell einsatzbereit. Trotz dieser Flexibilität ist der Arbeitsplatz konform mit dem EBSF-Standard (The European Bus System of the Future) und entspricht den Anforderungen des Verbandes deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Durch die robuste Ausführung aller Komponenten bewährt sich der mFAP auch im harten Busalltag.

Werden weitere Schalter, Anzeigen oder Zusatzgeräte gebraucht, lassen sich an dem Arbeitsplatz zwei zusätzliche Displays anstecken. Der Fahrzeughersteller kann alle Module nach den Wünschen seiner Kunden individuell programmieren und auch einfach von Links- auf Rechtslenker umstellen. Sollte der Bus später für einen anderen Einsatzweck auf Tour gehen, können die Bedienfelder leicht mit neuen Tastensymbolen ausgestattet und neu programmiert werden. Ein Vorteil, der mit mechanischen Schaltern nicht ohne weiteres realisierbar ist und von dem auch Flottenbetreiber profitieren.