Hy-Nets Mit Car2X-Kommunikation zu effizienteren Hybridantrieben

Die Ergebnisse des Hy-Nets-Projekts sollen in zukünftige Serienanwendungen für Antriebe und die Entwicklung von Test- und Simulationswerkzeugen einfließen.
Die Ergebnisse des Hy-Nets-Projekts sollen in zukünftige Serienanwendungen für Antriebe und die Entwicklung von Test- und Simulationswerkzeugen einfließen.

Ziel des Hy-Nets-Projekts ist es, bislang unabhängig voneinander betrachtete Themenfelder der Fahrzeugtechnik zu bündeln und damit neue Effizienzpotenziale für Hybridautos zu erschließen. dSpace, Denso, die RWTH Aachen und die Uni Paderborn haben mit der Arbeit an dem Forschungsprojekt begonnen.

Anders als bei der bisherigen Regelung von Hybridantrieben, die primär auf fahrzeuginternen Informationen basiert, bezieht Hy-Nets erstmals auch die sogenannte Car2X-Kommunikation zwischen einzelnen Fahrzeugen und/oder der Verkehrsinfrastruktur in die Betrachtung ein. Erst durch die ganzheitliche Berücksichtigung aller dieser Ebenen rücken völlig neuartige Ansätze zur Effizienzsteigerung in den Fokus der Forscher. Dazu zählen zum Beispiel ein vorausschauendes Energiemanagement, neue autonome Fahrfunktionen und insbesondere die Zusammenarbeit untereinander kommunizierender Fahrzeuge in kooperativen Verkehrsszenarien. Durch die Digitalisierung der Mobilität sollen sich auf allen Themenfeldern neue vielversprechende Möglichkeiten zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs und der Emissionen ergeben, beispielsweise durch eine bedarfsgerechtere Auslegung zukünftiger Hybridantriebe.

Um das Zusammenspiel realer Hardware und Software des hybriden Antriebsstrangs mit komplexen Verkehrsszenarien akkurat untersuchen zu können, wird im Rahmen von Hy-Nets ein fortschrittlicher Hybridantrieb (Denso) als Prototyp aufgebaut und in einem der modernsten Prüffelder Europas (RWTH Aachen) installiert. Dort ist er mit einem leistungsstarken Simulator gekoppelt, auf dem die Verkehrsumgebung des Hybridfahrzeugs (dSpace), der allgemeine Verkehrsfluss und die gesamte Fahrzeug- und Infrastrukturkommunikation (Universität Paderborn) präzise nachgestellt werden. So ist es möglich, den realen Hybridantrieb in komplexen simulierten Fahrszenarien zu bewegen, die auf realen Verkehrsdaten (Stadt Paderborn) und Lichtsignalsteuerungen beruhen.

Mit Hy-Nets sollen erstmals sowohl direkte Auswirkungen zukünftiger vernetzter Verkehrsszenarien auf einen realen Hybridantrieb gemessen als auch die Interaktion mit der Umwelt hinsichtlich Energieverbrauch und Verkehrsfluss umfassend bewertet werden. Die aus der Interaktion zwischen den verschiedenen Themengebieten gewonnenen Erkenntnisse sollen nicht nur wissenschaftlich verwertet werden, sondern auch in zukünftige Serienanwendungen für Antriebe und die Entwicklung von Test- und Simulationswerkzeugen einfließen.