Infotainment für künftige Mobilität Integrated Interior Plattform von Continental

Die Integrated Interior Plattform bildet die Basis für die Mensch-Maschine Interaktion der Zukunft: Je nach Fahrmodus wird das Cockpit entweder zum Kombiinstrument (oben) oder zum großflächigen Display (unten).
Die Integrated Interior Plattform bildet die Basis für die Mensch-Maschine Interaktion der Zukunft: Je nach Fahrmodus wird das Cockpit entweder zum Kombiinstrument (oben) oder zum großflächigen Display (unten).

Die Integrated Interior Plattform von Continental ist auf das Nutzererlebnis in der vernetzten und automatisierten Mobilität der Zukunft ausgelegt. Die Plattform liefert die erforderliche Rechenleistung für alle Anwendungen und Dienste im Cockpit – hochwertig, schnell und wirtschaftlich.

Continental hat die Integrated Interior Plattform (IIP) entwickelt – Soft- und Hardware, die als so genannter Hochleistungscomputer die Grundlage für die Interaktion zwischen Mensch und Fahrzeug im vernetzten Cockpit von morgen bildet. Die IIP führt verschiedenste Anzeigen wie Kombiinstrument und Mittelkonsolendisplay mit Internet-basierten Diensten zu einem Gesamtprodukt zusammen. Die E/E-Architektur spiegelt dabei bereits den Umbruch weg von vielen einzelnen Steuergeräten und hin zu wenigen Hochleistungscomputern wider. Bei der IIP-Architektur kommen Virtualisierungslösungen zum Einsatz, die gleichzeitig mehrere Betriebssysteme mit unterschiedlichen Sicherheitsanforderungen auf einem Rechner betreiben können. Die Betriebssysteme, wie QNX, Integrity, Linux und Android Automotive, können dabei sowohl aus Open-Source als auch von Drittanbietern stammen – die erforderliche Software wird in der Continental Software Factory integriert und getestet. Die IIP unterstützt somit eine große Produktpalette und ist über verschiedene Hardware-Konzepte skalierbar.

Ein erstes Messe-Exponat wird auf der IAA präsentiert, das über die gesamte Cockpitbreite mehrere verbundene Displays unter einer Glasfläche beinhaltet. Die IIP ist dabei in der Lage, zahlreiche Funktionen eines vernetzten Fahrzeugs im Cockpit abzubilden. Das Fahrerdisplay stellt beispielswiese neben den klassischen Anzeigen auch die Ansicht der digitalen Rückspiegel dar. Zusätzlich kann der Fahrer mit einer Geste Inhalte wie Navigationskarten aus dem Beifahrerdisplay auf seinen Bildschirm ziehen. Da dem Beifahrer bereits während der manuellen Fahrt digitale Dienste zur Verfügung stehen, müssen auf der neuen Plattform parallel sowohl Anwendungen mit hoher Sicherheitsstufe (Automotive Safety Integrity Level) als auch möglichst offene Anwendungen (etwa auf Android-Basis) aus unterschiedlichen Quellen abbildbar sein. Die sichere Kapselung der unterschiedlichen Betriebssysteme durch Hypervisor-Technik oder Container ist daher integraler Bestandteil der IIP.

Schaltet der Fahrer in den automatisierten Fahrmodus, fährt das Display vollständig aus und bietet auf der vollen Fläche alle Internet-basierten Dienste und Apps an, die im manuellen Modus lediglich auf der Beifahrer-Seite zur Verfügung stehen.