Auf dem Weg zu 5G Ericsson testet Networkslicing für Fahrzeugkommunikation

Ericsson erprobt Networkslicing für eine abgesicherte Fahrzeugkommunikation und gleichzeitiges Daten-intensives Full-HD-Video-Streaming auf dem 5G-ConnectedMobility-Testfeld.
Ericsson erprobt Networkslicing für eine abgesicherte Fahrzeugkommunikation und gleichzeitiges Daten-intensives Full-HD-Video-Streaming auf dem 5G-ConnectedMobility-Testfeld.

Anlässlich der IFA nutzte Ericsson das 5G-ConnectedMobility-Testfeld auf der A9, um die gleichzeitige Nutzung von OnBoard-Fahrzeugkommunikation und -Entertainment zu testen. Bei Tempo 180 km/h wurden Full-HD-Videos via YouTube gestreamt.

Videos und Bewegtbildinhalte sind aus dem Alltag, insbesondere mit Blick auf den Bereich Entertainment, kaum noch wegzudenken. Gerade wenn es im Fahrzeug lange Strecken zu bewältigen gilt, stehen Eltern häufig vor dem Problem, dass zum Beispiel die neueste Folge der Lieblingsserie des Kindes vor Fahrtantritt nicht heruntergeladen wurde. Oder es ist kein fehlerfreies Videostreaming bei schneller Autofahrt möglich. 5G wird hier künftig Abhilfe schaffen. Das zeigen die aktuellen Feldversuche auf der 5G-ConnectedMobility-Teststrecke auf der A9. »Wie unsere aktuellen Tests zeigen, ermöglicht neuester Mobilfunk Full-HD-Videostreaming auch bei hohen Geschwindigkeiten – und das auch gleichzeitig mit mehreren Endgeräten«, erläutert Stefan Koetz, Vorsitzender der Geschäftsführung von Ericsson. »Da neben dem datenintensiven Streaming auch die OnBoard-Fahrzeugkommunikation nahezu ausfallsicher laufen muss, haben wir in den Tests Networkslicing – also die Aufteilung eines physikalischen Netzes in mehrere virtuelle Slices mit verschiedenen Netzcharakteristika – angewandt.« Erprobt wurde das Zusammenspiel der beiden Anwendungsfälle mit zwei Tablets, die für das Videostreaming genutzt wurden. Auf diesem Weg wurde die Datenlast in der jeweiligen Mobilfunkzelle deutlich erhöht.

5G-ConnectedMobility schafft auf dem Digitalen Testfeld Autobahn eine dedizierte Netzinfrastruktur und eine reale Anwendungsumgebung, um insbesondere Tests in den Bereichen Fahrzeug-zu-Fahrzeug, Fahrzeug-zu-Infrastruktur und Digitalisierung der Eisenbahninfrastruktur mit 5G-Technologie durchzuführen. Die Teststrecke umfasst einen rund 30 km langen Bereich der A9 sowie der Bahnschnellfahrstrecke zwischen den Anschlussstellen Nürnberg-Feucht und Greding in Bayern. Mitglieder des 5G-ConnectedMobility-Projektes sind Ericsson, BMW, die Deutsche Bahn, die drei Mobilfunkanbieter Deutsche Telekom, Telefónica Deutschland und Vodafone, das 5G Lab Germany an der Technischen Universität Dresden sowie die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) und die Bundesnetzagentur (BNetzA). Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sowie die Bayerische Straßenbauverwaltung (Autobahndirektion Nordbayern) unterstützen das Projekt.