CarPlay vs. Android-Allianz Apple schlägt zurück

„CarPlay“ kommt bei Volvo erstmals im neuen XC90 zum Einsatz.
„CarPlay“ kommt bei Volvo erstmals im neuen XC90 zum Einsatz.

Auf der CES beherrschte Google mit der Open Automotive Alliance die Schlagzeilen – Apple kontert auf dem Genfer Auto-Salon mit dem Projekt „CarPlay“: Bei einer neuen Version von iOS erscheint die Benutzeroberfläche auch auf Fahrzeug-Displays. Erste OEMs haben ihre Unterstützung angekündigt.

Für die Eroberung des Automotive-Marktes suchen die IT-Giganten Google und Apple jeweils ihre Verbündeten: Google kann u.a. auf Audi, GM, Honda und Hyundai zählen, die zu den Gründungsmitgliedern der Open Automotive Alliance gehören. Ziel des Konsortiums ist es, Android-Smartphones besser ans Auto anzubinden. Apple hatte zwar schon im Juni 2013 ein spezielles „iOS in the car“ angekündigt, doch erst jetzt sind konkrete Details bekannt geworden.

So wird Daimler in Genf in der neuen Mercedes C-Klasse demonstrieren, was das nun offiziell als „CarPlay“ bezeichnete neue iOS-Feature kann. So soll nicht nur die Benutzeroberfläche des Betriebssystems inklusive Apps auf dem Bordmonitor angezeigt, sondern auch Siri zur Sprachsteuerung und -erkennung genutzt werden. Allerdings wird wohl nicht jede App auch im Fahrzeug laufen: Was den Fahrer zu sehr ablenken könnte, ist tabu. Zunächst ist CarPlay nur für die C-Klasse erhältlich, weitere Modelle sollen im Laufe des Jahres folgen. Neben Daimler gehören Volvo und Ferrari zu den ersten OEMs, die CarPlay unterstützen wollen. Volvo wird zunächst den für Ende 2014 erwarteten XC90 mit diesem Feature ausstatten. Laut Medienberichten sollen unter anderem auch BMW, Ford, Toyota und Nissan die Unterstützung von CarPlay planen.

Für Autokäufer ergibt sich damit eine ganz neue Situation: Die Entscheidung für eine bestimmte Marke oder ein bestimmtes Modell hängt nicht mehr allein von den Eigenschaften des Fahrzeugs selbst ab, sondern auch davon, welches Mobiltelefon der Käufer besitzt.