Management Führen in turbulenten Zeiten

In Zeiten turbulenten Wandels nimmt die Bedeutung des Führens noch weiter zu. Die im Buch „Die 7 Irrtümer des Change Managements“ beschriebenen und im Elektronik- Entwicklungsbereich der Audi AG erfolgreich durchgeführten Veränderungsprozesse basieren auf einfachen, aber effektiven Handlungsleitlinien und Führungsprinzipien.

Unternehmen brauchen in stürmischen Zeiten nicht mehr, sondern lediglich eine an die Situation angepasste Führung. Auch wenn es unmöglich ist, ein Patentrezept für erfolgreiche Führung zu entwickeln, so haben sich die folgenden vier Handlungsleitlinien als effektive Maßnahmen auf dem Weg zu einem situationsspezifisch optimalen Führungsstil erwiesen.

  • First time right: Wer seinen Pfeil genau anlegt, braucht Zeit zum Justieren. Dann trifft er ins Schwarze. In vielen Firmen herrscht noch eine Feuerlöscher- Mentalität vor, d.h., viele Teams sind schnell zur Stelle, um Fehler zu korrigieren, die sie zuvor selbst fabriziert haben. So werden sie zu „Pseudo-Helden“, statt sich, was erforderlich und möglich wäre, eine Firsttime- right-Mentalität anzutrainieren.
  • Simple is the best: Es hat sich gezeigt, dass eine einfache Idee, welche die Gedanken auf einen einzigen Punkt fokussiert, oft eine sehr gute Idee ist. Gerade Ingenieure müssen lernen, dass sie nicht für Kollegen konstruieren, sondern für Kunden. Viele Unternehmen in ganz verschiedenen Branchen sind durch die Konzentration auf das Einfache erfolgreich geworden.
  • Quality is speed: „First time right“ ist die erste Leitlinie. Wenn aber trotzdem Dinge schlecht laufen, egal ob man selber oder ein anderer der Verursacher ist, gilt: „Quality is speed“. Diejenigen die Fehler am schnellsten erkennen und nachhaltig abstellen, werden langfristig am erfolgreichsten sein. Dazu gehört aber eine hohe Kompetenz der Mitarbeiter und eine hervorragende Vernetzung: Intern in der Prozesskette und extern mit den Lieferanten, Sublieferanten und Engineering- Partnern.
  • Anspruchsvolle Ziele: Anspruchsvolle Ziele müssen vernetzt erarbeitet und umgesetzt werden. Für eine Hochleistungskultur gilt: Alle wichtigen Ziele müssen klar, vollständig und so scharf wie möglich formuliert werden – denn nicht alles, was wichtig ist, ist auch messbar.