Batterieforschung Zentrum für Systemzuverlässigkeit / Elektromobilität ZSZ-e eröffnet

Cornelia Zuschke, Bau-Dezernentin Wissenschaftsstadt Darmstadt, Prof. Dr.-Ing. Tobias Melz, komm. Institutsleiter Fraunhofer LBF, Staatssekretär Ingmar Jung, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, und Prof. Dr.-Ing. Alexander Verl, Vorstand Fraunhofer-Gesellschaft am neu vorgestellten Konzeptfahrzeug GEV/one. (v.l.n.r.)
Cornelia Zuschke, Bau-Dezernentin Wissenschaftsstadt Darmstadt, Prof. Dr.-Ing. Tobias Melz, komm. Institutsleiter Fraunhofer LBF, Staatssekretär Ingmar Jung, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, und Prof. Dr.-Ing. Alexander Verl, Vorstand Fraunhofer-Gesellschaft am Konzeptfahrzeug GEV/one. (v.l.n.r.)

Das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF hat das Zentrum für Systemzuverlässigkeit / Elektromobilität ZSZ-e eröffnet. Hier werden neue Prüfprozeduren und -richtlinien für Hochvolt-Batteriesysteme entwickelt und multiphysikalische Prüfungen für komplette Batterien, Batteriemodule oder Komponenten durchgeführt.

Arbeitsschwerpunkt im ZSZ-e wird unter anderem sein, geeignete Prüfprozeduren für Hochvolt-Batteriesysteme zu entwickeln und im Kundenauftrag Tests hinsichtlich sicherer Funktion, Leistung sowie Zuverlässigkeit und Alterungseffekte durchzuführen.

Highlight im neuen Zentrum ist ein in seiner Art einzigartiger Hochleistungsprüfstand für Batteriesysteme, der in einem separaten Prüfgebäude untergebracht ist. Damit ist es möglich, thermische und klimatische Bedingungen, elektrische Lasten und auch hochdynamische mechanische Größen, zum Beispiel aus der Schlechtweganregung, simultan auf das Prüfobjekt einwirken zu lassen.

Insgesamt haben der Bund und das Land Hessen das neue ZSZ-e mit 16,8 Millionen Euro zu je 50 Prozent finanziert. Das Gebäude für dynamische Prüfung hat inklusive des Batterieprüfstandes zusätzlich 5,3 Millionen Euro gekostet. Davon hat die Fraunhofer Gesellschaft knapp 1,9 Millionen Euro finanziert, den Rest das Fraunhofer LBF.

Im Rahmen der Eröffnung stellte das Fraunhofer LBF erstmals den »GEV/one«, ein generator-elektrisches Fahrzeug vor, dessen erstes Funktionsmuster das Institut mit Eigenmitteln aufgebaut hat. Das Besondere daran: Die Energie wird nicht in einer großen Batterie gespeichert, sondern kontinuierlich mit einem Gasmotor und einem elektrischen Generator erzeugt. Das Fahrzeug wird dadurch unabhängig von der Lade-Infrastruktur und bietet keine Einschränkungen hinsichtlich seiner Reichweite bei gleichzeitig exzellenter Energieeffizienz.

Innerhalb des vom Land Hessen geförderten Forschungsprojektes »Well2battery2Wheel« (Integration des Elektromobils in das Stromnetz aus Sicht des Energiespeichers) hat das Fraunhofer LBF die erste Schnellladestation im Raum Darmstadt aufgestellt. Darüber hinaus ist das Institut auch am Projekt »Well2Wheel« (Potentiale von Elektrofahrzeugen als mobile Stromspeicher) beteiligt.

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